Rezensionen

Nicoles Bewertung

Keiner küsst so gut wie Du 05 Sterne.png

"Going after Adam" aus der Anthologie "Bad Boys to go"

Gretchen Wiest ist eine Art Privatdetektivin. Spezialgebiet "Untreue Ehemänner". Ihr neuster Auftrag, Adam Stone, ist ein attraktiver Mann, der scheinbar ebenfalls zur treulosen Gattung Mann gehört. Doch obwohl Gretchen sich überaus geschickt verhält, wird sie von Adam überwältigt, der sie beim Spionieren erwischt und nachdem er sie gefesselt hat, zur Rede stellt. Schnell stellt sich heraus, dass Adam keinesfalls ein Ehebrecher ist und Gretchen Klienten etwas ganz anderes wollen- sie möchten Adam und nun auch Gretchen als Mitwisserin für immer ausschalten.
So müssen Adam und Gretchen gemeinsam die Flucht antreten, die sie, während sie sich langsam näher kommen, quer durch die USA nach Las Vegas führt- die Killer immer ganz nah auf den Fersen…

Nancy Warren ist eine in den USA bereits sehr bekannte Autorin für Category Romances. Man kann ihre Romane, auch was die erotische Komponente angeht gut mit denen der Tiffany Reihe des Cora Verlags vergleichen. Zwar sind diese Romane beide nur ungefähr 120 Seiten lang, aber dennoch können sie trotz der Kürze das halten was sie versprechen: Prickelnde Liebeszenen und unterhaltsame, kurzweilige Stories, die mir viel Lesepaß bereitet haben.

In "Keiner küsst so gut wie Du", bekommt es der Leser zum einen mit einer toughen Privatdetektivin zu tun, die vom Objekt ihrer Observation überwältigt wird und sich dann Hals über Kopf in den interessanten Mann verliebt.

Sowohl Gretchen als auch Adam liefern sich humorvolle Streitgespräche und die rasante Story trägt ihr übriges dazu bei, dass die Lesezeit wie im Flug vergeht.
Adam ist ein toller Liebesromanheld, der wie ein „Fels in der Brandung“, seine Detektivin beschützt, wobei es aber oft auch Gretchens Cleverness zu verdanken ist, dass sie beide aus brenzlichen Situationen wieder heil herauskommen.

Zusammen bilden sie ein tolles Duo und da hier sowohl Story, erotische Momente, Chemie zwischen dem Heldenpaar und nicht zu vergessen der Humorfaktor stimmt (hier denke ich besonders gern an die Seniorentruppe im Bus zurück) vergebe ich für die erste Geschichte die volle Punktzahl, auch wenn ich es ein wenig befremdlich finde, dass selbst in Kurzromanen, wo den Protagonisten kaum Zeit bleibt sich kennen zu lernen, immer am Ende eine Heirat steht.

Nochmal so wie letzte Nacht 04 Sterne.png

"The great Barrier" aus der Anthologie "Bad Boys Down Under"

Brenda Spencer, die Schwester des australischen Firmenbesitzers Cameron Crane, (seine Geschichte wird in der Anthologie "Ein Macho zum Verlieben", erzählt) soll ihrem Bruder einen Gefallen tun- sie soll den amerikanischen Bilanzprüfer Mark Forsythe nicht nur vom Flugplatz abholen, sondern ihn auch noch für vierzehn Tage mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Da die finanziell immer knappe, kleine Chaotin Brenda ihre Monatsmiete nicht bezahlt hat, hofft sie, dass Mark einwilligen wird, die ihm zugewiesene Wohnung für die Zeit seines Aufenthaltes in Australien, mit ihr zu teilen. Doch der sexy aussehende Mark weigert sich zunächst- schließlich will er sein bisheriges eher langweiliges Leben verändern und den Aufenthalt in dem ihm unbekannten Land dazu nutzen, sein verkümmertes Liebesleben wieder auf Vordermann zu bringen. Dabei würde Brenda definitiv stören!
Aber Brenda, auch nicht auf den Kopf gefallen, lässt sich einen gut durchdachten Plan einfallen, um Marks Vorhaben zu durchkreuzen… ;-)

Die zweite Geschichte in dieser Anthologie "Nochmal so wie letzte Nacht", spielt in Australien, wo die Schwester des Helden aus "Ein Macho zum Verlieben", auf den Ex-Verlobten der Heldin aus dem bereits erwähnten Roman trifft.

Hier prallen zunächst Welten aufeinander. Auf der einen Seite Brenda, die recht flippige, liebenswerte Chaotin und auf der anderen der recht nüchterne, sachliche Workaholic Mark, der aber sein bisheriges, langweiliges Leben nun ändern möchte. Obwohl ich diese Story ebenfalls mochte und unterhaltsam fand, fand ich einige von Brendas Notlügen, um sich Konkurrenz vom Leibe zu halten, doch ein wenig zu heftig.
Außerdem kommen gemeinsame Gespräche zwischen beiden, um sich besser kennen zu lernen viel zu kurz- so konnte ich es nicht nachvollziehen, wieso sich Brenda und Mark schließlich ineinander verliebten, denn bis auf die sexuellen Gemeinsamkeiten wird keine weitere verbindende Komponente angesprochen.

Aber auch hier gibt es die ein oder andere sexy Liebeszene, die ein wenig entschädigt, erwartet man schon im Vorfeld nicht zuviel.