Rezensionen

Tinas Bewertung 04 Sterne.png

Da es sich hier um eine Fortsetzung handelt, kann man ein Wiedersehen mit Figuren aus dem Vorgänger feiern, was immer wieder ein Vergnügen ist, finde ich.

Wie schon der Vorgänger "Keine Sau hat mich lieb", ist auch "Auch Hühner träumen von der Liebe" etwas deftiger und dabei viel weniger seicht, als man es aus der Frauenliteratur kennt.

Mir hat es sehr gut gefallen, wie amüsant Franziska Weidinger das Leben auf der Alm, dass weder so romantisch, noch so erholsam ist wie gedacht, beschrieben hat. Auch erzählt sie sehr gekonnt davon, wie schwer es einem so eine eingeschworene Dorfgemeinschaft machen kann, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt.

So ist es nicht verwunderlich, dass Anni und Burgi, aber auch die heilige Katt, sowie viele andere, eine Wandlung erleben, die so einiges mit sich bringt und dabei kaum einen Stein auf den anderen lassen, was oft auch mehr als gut ist - schließlich geht es hier um die Chaos-Königin Burgi!

Im Anschluss an die Geschichte findet sich ein kleiner Übersetzer, für die Sprüche und Aussagen in Mundart, leckere Rezepte und ein Glossar, der Sprache und der Wortdeutung, was ich sehr interessant fand.

Ein Zitat aus dem Buch, ist so wunderbar passend, da es alles sagt, was man über die Geschichte wissen sollte/muss: "Selbst wennst meinst, es passiert nix, dann kunnt´s immer no sein, das immer doch was passiert".

Kurz gefasst: Ein bayrisches Abenteuer, mit viel Lokalkolorit und ein paar Klischees. Unterhaltsam und flott zu lesen.