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Ankes Bewertung

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Eigentlich gibt es dem Klappentext nichts hinzuzufügen, deshalb verzichte ich auf eine eigene Inhaltsangabe.

Vielleicht sollte erwähnt werden, dass Mark Watney, in der Geschichte bereits der 17. Mensch ist, der den Mars betritt. Und er mindestens so findig, wie MacGyver ist - und letztendlich lässt sich schließlich alles mit Klebeband richten, oder?

Ich gebe es zu, wenn ich nicht im Liebesromanforum über dieses Buch gelesen hätte und es nicht als Hörbuch erschienen wäre, dann hätte ich mich vielleicht nie an diesen Stoff gewagt.

Ich bin weder technisch besonders versiert, noch verstehe ich etwas von Raumfahrt und die Welt der Nasa ist für mich ungefähr so weit entfernt, wie der Mars. Und doch habe ich in der letzten Zeit kaum ein spannenderes, packenderes und unterhaltsameres Hörbuch gehört als Andy Weirs "Der Marsianer".

Und, natürlich habe ich nur wenige technische Details wirklich verstanden, noch konnte ich allen Erklärungen folgen; bei manchen habe ich tatsächlich nur darüber hinweggehört. Trotzdem hat mich die Geschichte richtig gepackt und ich habe beinah atemlos mitverfolgt, wie findig Mark Watney um sein Überleben kämpft.

Anfangs konzentriert sich die Geschichte allein auf das Logbuch, beginnend mit dem Tag des Abbruches der Mission, des Astronauten, Techniker und Botanikers Mark Watney und seinen unmittelbaren Problemen, auf dem Mars ein Überleben zu sichern.

In Lauf der Geschichte kommen weitere Blickwinkel hinzu, die der Entscheidungsträger bei der Nasa, der Boden-Crew oder der Missions-Crew, die sich auf dem Heimweg befindet. Die Geschichte, die nun auf mehreren Ebenen erzählt wird, fängt an hin und her zu springen. Dabei ist es fantastisch, wie der Autor es schafft; damit keine Verwirrung zu stiften, sondern vielmehr die Spannung immer mehr zu steigern.

Es bestand für mich keine Frage, dass es am Ende ein Happy End geben wird, die Frage war nur die, wie würde der Weg dorthin aussehen. So fand ich es auch absolut passend, dass das Ende dann doch recht kurz gehalten und im Gegensatz zu allem vorher recht unspektakulär erzählt war.

Generell finde ich, dass der Autor es unheimlich geschickt versteht; Spannung an der richtigen Stelle und im richtigen Maß einzusetzen. Ich finde, er hat ein echtes Gespür dafür, wann es sich um 1000 Mal geübte Standartsituationen handelt, die schnell erzählt werdeN können und wann es sich um eine echte Ausnahmesituation handelt, die so nie erwartet wurde.
Und auch das macht diese Geschichte so außergewöhnlich zu verfolgen.

Einzig die genauere Betrachtung der psychologischen Seite, aller Beteiligten, hat mir ein wenig gefehlt. Darauf wird nur am Rand Bezug genommen. Andererseits dürfte klar sein, dass nur ein Pragmatiker, mit einer wahrlich stabilen Psyche, so etwas auch nur annährend seelisch heil überstehen dürfte.
Und praktische Problemlosungen, Klebeband-Experimente und ein paar freche Sprüche dürften auch unterhaltsamer sein, als endlose Seelenqualen.

"Der Marsianer" kann wohl unter "Hard Science-Fiction" laufen, ein Sub-Genre der Science Fiction, das durch "wissenschaftlicher Genauigkeit und/oder Details geprägt ist" (so wikipedia) Tatsächlich hört sich Andy Weirs Roman durchaus realistisch an und man kann sich eine solche Mission, bzw. Rettung, genauso vorstellen.

Gerade noch hatte ich damit zu kämpfen Richard Barenberg als Sprecher meiner Adrians Midnight Breed Vampire zu akzeptieren, nun gibt er in "Der Marsianer" eine derart überzeugende Leistung ab, dass ich mich förmlich schäme, jemals meine kleinen (eingebildeten) Probleme mit dem Sprecher gehabt zu haben. Aber ich mache es nun wieder wett, denn: Richard Barenberg ist hier einfach grandios!

Kurz gefasst: "Is there Life On Mars?" - definitiv! Grandioses, spannungsgeladenes marsianisches Action-Kopfkino! Als Hörbuch fantastisch vorgetragen von Richard Barenberg.


Der Marsianer

Andy Weir

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Originaltitel: The Martian
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453315839
Erscheinungsdatum: Oktober 2014
Genre: Science Fiction

Sprecher Hörbuch: Richard Barenberg

Klappentext

Der Astronaut Mark Watney war auf dem besten Weg, eine lebende Legende zu werden: Als einer der ersten Menschen in der Geschichte der Raumfahrt betritt er den Mars. Nun, sechs Tage später, ist Mark auf dem besten Weg, der erste Mensch zu werden, der auf dem Mars sterben wird: Bei einer Expedition auf dem Roten Planeten gerät er in einen Sandsturm, und als er aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht, ist er allein. Auf dem Mars. Ohne Ausrüstung. Ohne Nahrung. Und ohne Crew, denn die ist bereits auf dem Weg zurück zur Erde. Es ist der Beginn eines spektakulären Überlebenskampfes ...

Quelle: Heyn

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