Rezensionen

Schnees Bewertung 04 Sterne.png

Emmy, Adriana und Leigh sind drei sehr unterschiedliche Frauen aus New York, deren dreißigster Geburtstag nicht mehr weit entfernt ist.
Als in Emmys Leben eine Wendung geschieht, schmieden die Freundinnen einen Plan: Emmy, die bisher nur längere Beziehungen hatte, soll mehr sexuelle Erfahrungen sammeln. Adi, die wie ein Vogel von Baum zu Baum, von einer Affäre zu der nächsten fliegt, schwört in einem Jahr einen Verlobungsring am Finger zu tragen. Nur was ist mit Leigh? Ihr Leben scheint schon so perfekt- toller Job als Lektorin, ein erfolgreicher Freund und…das fehlende Herzklopfen beim Anblick ihres Freundes…

„Ein Ring von Tiffany“ lebt durch die unterschiedlichen Facetten der Protagonisten. Nicht immer sympathisch, aber authentisch und interessant, gelingt es Lauren Weisberger drei Frauen zu erschaffen, die ihren eigenen Weg finden müssen.

Adi, von Beruf Tochter, lebt ein reiches Leben und ist trotz ihres Alters kein bißchen unabhängig und selbstständig. Ihre größte Hürde wird es also sein, zu bemerken, dass sie mehr kann als Geld auszugeben und dabei eine gute Figur zu machen.
Emmy hängt in ihren Träumen von der großen Liebe fest. Heirat und Kinder bekommen sind ein festes Lebensziel der begeisterten Köchin, doch auch Emmy muss über sich hinauswachsen.
Leigh, deren Leben so perfekt erscheint, muss den Mut finden zu ihren Gefühlen zu stehen.

Die Interaktionen zwischen den Protagonisten wirken lebendig und sind von der Autorin gut durchdacht in Szene gesetzt wurden.
„Ein Ring von Tiffany“ ist nicht zum Brüllen komisch und bietet auch nicht so viel Potenzial um mit den Protagonisten mitleiden zu können, aber es ist eine wunderbare Geschichte über Frauenfreundschaft und die Macht der Veränderung, die ein kurzweiliges und stellenweise auch spannendes Lesevergnügen bietet.

Simones Bewertung 03 05 Sterne.png

Lauren Weisberger legt mit diesem Titel ihren dritten Roman auf deutsch vor. Nach dem Welthit „Der Teufel trägt Prada“, der auch sehr erfolgreich verfilmt wurde, ist es sicherlich schwierig, an diesen ersten Erfolg anzuknüpfen. In „Die Party-Queen von Manhattan“, ihrem zweiten Roman, ist der Autorin das meiner Meinung nach zumindest teilweise geglückt: Er war zwar kein derartiger Bestseller wie der berühmte Vorgänger, aber wirklich gute Unterhaltung, verbunden mit einem spannenden Schreibstil.

Deshalb ging ich mit freudiger Erwartung an Weisbergers dritten Roman heran und war leider streckenweise ziemlich enttäuscht. Mit den drei recht unterschiedlichen Protagonistinnen und ihrem glamourösen Lebensstil kann sich die „normale“ Leserin kaum identifizieren – was aber kein Manko sein muss: Bei den Society-Romanen z.B. von Candace Bushnell, Tilly und Louise Bagshawe und Tasmina Perry ist das nicht anders. Das macht einen Reiz dieser Bücher aus, in die Glamourwelt und ihre teils skurrilen Verhaltensweisen hineinzublicken.

Problematisch ist aber am vorliegenden Roman, dass die Handlung – trotz gewohnt gutem Schreibstils von L. Weisberger – nicht immer spannend ist, viele Exkurse zu Details machen den Roman sogar zeitweise zu einer etwas zähen Kost.
Relativ unspektakuläre Situationen werden geradezu episch ausgebreitet (z.B. der Urlaub der drei Freundinnen auf Curacao), entscheidende Wendepunkte werden hingegen manchmal eher beiläufig in Rückblenden erzählt.

Trotz dieser Kritikpunkte ist der Roman aufgrund der unterschiedlichen interessanten Lebensentwürfe der drei Frauen und der Wendepunkte in ihrem Leben recht unterhaltsam.
Fazit: Für Society-Roman-Leserinnen gut geeignet – für alle anderen nur ein bedingtes Lesevergnügen. Aber so viel sei noch verraten: Ein Happy End gibt es ;-), wenn auch vielleicht anders als erwartet.

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Obwohl ich natürlich „Der Teufel trägt Prada“ in seiner filmischen Version sehr genossen habe, habe ich bisher noch keine Buch von Lauren Weisberger gelesen und bin so recht unbedarft an das Hörbuch „Ein Ring von Tiffany“ herangegangen.

Ein Hörbuch steht und fällt im hohem Maße mit der Sprecherleistung; obwohl ich durchaus einen Sprecher akzeptieren kann, der mir nicht so sehr behagt, solange mich der Inhalt fasziniert und begeistert.
Da ich aber zunächst vom der Geschichte Ein Ring von Tiffany nicht so sehr gefesselt, ja fast ein bisschen gelangweilt war, hatte ich ausreichend Zeit mich der Sprecherin Sonya Kraus zu widmen – und ich muss sagen, dass ich überhaupt nicht mir ihrer Stimme und damit auch der Darstellung, oder besser ihrer Interpretation, zurecht kam.

Für meinen Geschmack zu kiecksig, zu überdreht, zu stark betont (und leider immer an den falschen Stellen) liest sie den Text zwar engagiert und scheinbar auch mit Spaß bei der Sache zu sein, deswegen aber leider keineswegs gut.

So hat es eine ganze Weile gedauert, bis ich mich eingewöhnt hatte und die Geschichte mich soweit in den Bann gezogen hatte, dass ich zumindest das Hörbuch fertig hören wollte um zu wissen wie es ausgeht.

Ich empfand vor allem die Figuren von Emmy und Leigh als sehr austauschbar und wenig interessant. Nein lieber hatte ich Emmy gerne zwischendrin das ein oder andere Mal kräftig in den Hintern treten oder ihr zumindest den Kopf wieder gerade rücken wollen. Sie ging mir mit ihren Träumen vom „weißen Lattenzaun“ schon ein wenig auf den Keks. Leigh dagegen war einfach nur …, was ist das richtige Wort dafür, vielleicht …. unscheinbar.
Einzig die Figur der Adriana hat ein bisschen Pepp in die Runde gebracht.

Die ganze Zeit wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Autorin hier eine Art „Sex and the City“ wiederholen möchte, aber doch nur einen Abklatsch davon zustande brachte.
Eigentlich schade, denn die Idee war eigentlich witzig, doch fehlte es ihr an Humor und vor allem an überraschenden Wendungen, die Spaß machen und mir die Charaktere vielleicht durch ihr intelligentes Handeln hätten sympathisch machen können.

Kurz gefasst: Ein wenig bemüht wirkende Geschichte, ohne wirkliche Höhepunkte.