Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Der 2. Teil von Jessica Westins „Black Panther“-Serie, Ashs und Paris Geschichte, setzt unmittelbar an die Ereignisse des 1. Teiles an und führt einen der dort angefangenen Erzählstränge zu einem Abschluss. Es macht also durchaus Sinn Teil 1 und 2 hintereinander wegzulesen. Darüber hinaus hat mich aber auch gereizt, deshalb mehr von der Autorin zu lesen, weil sie eine so spannende Story in ihrem Serienauftakt zu erzählen gewusst hat.

Und tatsächlich hat mich die Autorin mit „Ash“ in diesem Punkt auch nicht enttäuscht. Mehr noch. Ich fand den Plot sogar noch besser, noch spannender und noch fesselnder erzählt, als im 1. Teil.

Aus diesem Grund habe ich mich auch entschieden für „Ash“ noch eine bessere Bewertung anzugeben, auch wenn sich nach meinem Eindruck in Sachen „Charaktere“, bzw. „Charakterdarstellung“ keine Veränderung ergeben hat. Was ich erneut als einziges, aber leider doch auch schwerwiegendes Manko dieses Buches, bzw. dieser Reihe anführen möchte.

Der Autorin gelingt es, meiner Meinung nach, erneut nicht, ihren Figuren ausreichend unterschiedliche charakterliche Eigenschaften auf den Leib zu schreiben, um sie zu individuellen Protagonisten zu machen. Hätten die Teammitglieder der „Black Panther“ nicht unterschiedliche Namen und Funktionen innerhalb der Gruppe, so würde ich sie nicht auseinander halten können.

Interessant ist, dass es mir so vor allem mit den männlichen Figuren geht. Denn die weiblichen Hauptfiguren, Caya („Syke“) und Paris („Ash“), auseinander zu halten, hatte ich überhaupt keine Probleme; und das nicht nur in Bezug auf ihre Profession, sondern auch ihre charakterlichen Beschreibungen.

So bin ich zwar sehr gespannt, welche Plots sich die Autorin für weitere Bücher ausdenken wird und werde die Serie definitiv weiter verfolgen, aber die einzelnen Figuren liegen mir nicht so sehr am Herzen, als dass ich unbedingt ihre Geschichte entdecken möchte - was ich sehr schade finde. Ich kann mir nur wünschen, dass sich das im weiteren Verlauf der Serie vielleicht noch ändert.

Wie schon im 1. Teil, „Skye“, so hat die Autorin auch diesmal einen emotionalen Schwerpunkt in die Geschichte eingebracht. Diesmal geht sie, bzw. ihre Figuren der Frage nach, was gefährliche Jobs für eine (mögliche) Partnerschaft bedeuten. Auch dieses Thema hat sie sehr gekonnt aufbereitet und stimmig in die Geschichte mit eingearbeitet.

Kurz gefasst: Ein spannender und sehr gut erzählter Romantic Suspense, der Action, Spannung und Liebe wohldosiert zu verbinden weiß. Für meinen Lese-Geschmack fehlt allerdings zum perfekten Lese-Genuss den (männlichen) Protagonisten noch etwas an persönlichem Esprit; der sie zu unverwechselbaren und eigenständigen Charakteren machen würde.