Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

Der Klappentext fasst das eigentlich wichtigste kurz zusammen. Aber in diesem Buch gibt es noch viel mehr Personen, die eine wichtige Rolle spielen. An dieser Stelle möchte ich mich aber nur auf die Figuren beschränken, die mich persönlich am meisten beeindruckt haben.

Gussie die eigentlich Augusta heißt, liebt das Anwesen „Nethercombe“ ihres Neffen Henry sehr. Die verarmte Dame will aber ihrem Neffen nicht zur Last fallen und lebt sehr sparsam in einer kleinen Wohnung. Sie verzichtet auf alles was für sie unnötig erscheint wie die Heizung, Telefon, und zum Schluss auch fast das Essen.

Gussie lernt Nell in einem Cafe kennen, als sie sich mal den Luxus einer Tassen Tee gönnt. Sie kommen in ein Gespräch und merken sehr schnell, dass sie sich sehr ähneln. Im Laufe der Zeit wird Nell Gussies beste Freundin. Nell schafft es auch Gussie aus ihrem Kokon zu locken und ermöglicht ihr mit Henry’s Hilfe schließlich ein Leben auf Nethercombe.

Nell ist mit John verheiratet, sie haben einen Sohn der Jack heißt. John war früher bei der Marine ein Offizier, der aber aus einer Laune heraus seinen Dienst quittiert hat und nun als Marker arbeitet.
Als es so scheint, das alles nach Nells Wünschen läuft, passiert ein Unglück, das Nell den Boden unter den Füßen wegreißt. Die Freundschaft zu Gussie und Henry aber macht ihren Schmerz etwas leichter, auch weil sie von den Freunden in Nethercombe aufgenommen wird und sie dort schließlich genau das findet, was sie immer schon gesucht hat – das Glück.

Henry ist der Besitzer des Anwesen Nethercombe, er ist ein Mann der schon vieles in seinem Leben gesehen, aber doch eher als dusseliger „Professor“ erscheint. Aber er hat ein Ziel: Er möchte mit Nethercombe vielen Menschen ein geborgenes Heim zur Verfügung stellen. Er baut alte Cottage um und untervermietet es.

Die Frau von Henry heißt Gillian. Sie ist ein verwöhntes und verzogenes Frauenzimmer, das immer mit dem Charme versucht alle Männer, um ihren kleinen Finger zu wickeln. Es gelingt ihr auch sehr gut, bis sie einmal zu viel mit dem Feuer spielt.

Schon als ich das Buch „Tanz der Schmetterlinge“ von Marica Willet gelesen hatte, wusste ich, dass sie von nun an zu meinen Lieblingsautorinnen zählen würde. Vollkommen überzeugt hat sich mich aber, nachdem ich auch „Ein Geschenk der Freundschaft“ an einem Stück verschlungen habe. Leider das Buch viel zu schnell zu Ende. ;-)

Die Figuren im Buch sind fast alle sehr liebenswert und sie wachsen einem beim Lesen schnell ans Herz. Aber nicht nur ihre Charaktere versteht die Autorin Marcia Willet dem Leser nahezubringen, auch schwierigen Situationen, wie finanzielle Not, schildert sie sehr geschickt und einfühlsam. Denn wer braucht nicht einen guten Freund, der für einen da ist und hilft, wenn es nötig ist?

Darüber hinaus ist das Landleben und das Gut so bildlich beschrieben, das man als Leser sehr gerne dort einziehen würde und einige der Figuren gerne als Nachbarn hätte.

Für mich persönlich ein weiteres tolles Buch aus der Feder von Marcia Willet und ich hoffe das noch Geschichten folgen werden.