Rezensionen

Tinas Bewertung 05 Sterne.png

Da der Klappentext schon sehr viel verrät, werde ich nichts weiter hinzufügen, außer dass der Schein manchmal trügt…. ;-)

In „Wildblumen im Winter“ hat die Autorin Marcia Willett einmal ein ganz anderes Thema, als in ihren anderen Büchern angeschnitten. Eines das mich als Leser sehr nachdenklich gemacht hat.
Und, obwohl die Geschichte so ganz anders als ihre bisherigen Bücher fand ich es absolut genial. Okay, hier bin ich wahrscheinlich auch ein wenig eingenommen, als großer Marcia Willett Fan. ;-)

Die Geschichte ist in drei Teilen aufgebaut, wobei der zweite Teil derjenige ist, indem sich alles offenbart und die meisten Details erklärt werden.

Als Leser hat man das Gefühl, dass sich die Dose der Pandora für die Figuren geöffnet hat und dies ist schmerzhaft, erzeugt aber auch einen wahren Fluss an Gedanken, Gefühlen und Liebe.

Stück um Stück gibt jede Figur seine Wahrheit, seine Erkenntnis preis, bis man als Leser zum Schluss ein farbenfrohes und irgendwie auch erleichterndes Gesamtbild erhält ; dass das Familiendrama und die dadurch miteinander verknüpften Schicksale zusammenfügt.

Die Geschichte ist fesselnd geschrieben, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und Marcia Willett beschreibt dabei sehr eindrücklich, wie befreiend die Wahrheit sein kann und dass einem durchaus eine Last von den Schultern genommen werden kann, wenn man ehrlich ist und sich seinen Fehler eingesteht.

Die passend eingefügten Gedichtsauszüge von John Clare runden ein wundervolles Leseerlebnis ab. Unbedingt lesen!