Rezensionen

Kas Bewertung 03 Sterne.png

Nairna MacPherson und Bram MacKinloch wurden auf Bestreben ihrer Väter blutjung vermählt. Doch zwischen den beiden war es auch eine Liebesheirat. Aber das Schicksal sollte es nicht gut mit ihnen meinen. Noch vor der Hochzeitsnacht, wurde der Clan der MacKinlochs von den Schergen von King Edward Longshanks angegriffen. Brams Vater fiel einem Schwerthieb zum Opfer, der eigentlich Bram gegolten hatte. Bram selbst und sein drei Jahre jüngerer Bruder wurden von den Engländern verschleppt. Nairna und dem Clan wurde später erzählt, dass beide tot seien.

Doch Bram und Callum haben sieben lange Jahre unter der Gefangenschaft von Lord Cairnross gelitten. Gebrochen an Körper und Geist, gelingt Bram die Flucht, doch zu seiner mehr als großen Sorge, muss er Callum zurücklassen. Doch er gelobt, ihn so bald wie möglich zu befreien. Schließlich kommt er in der Burg der MacPhersons an und trifft nach all den Jahren wieder auf Nairna.

Nairna, die glaubte, dass Bram tot sei, hat nach seinem vermeintlichen Tod, ein paar Jahre später geheiratet. Inzwischen verwitwet, weiß sie nicht recht, wie sie es Bram erklären soll. Doch die Wahrheit möchte sie ihm nicht vorenthalten. Bram ist verständlicherweise nicht begeistert von Nairnas Ehe, doch er macht sie ihr auch nicht zum Vorwurf. Sie versuchen sich zögerlich - was mehr als verständlich ist - einander anzunähern.

Was mich an dieser Geschichte störte - und das, obwohl ich normalerweise die Romane von Michelle Willingham sehr gerne lese - war die Tatsache, das mir der zeitliche Aufbau gar nicht zusagte. Wenn ein Mensch sieben Jahre lang gequält, geschlagen und gedemütigt wurde, erscheint es mir unlogisch, dass er - so schlecht wie er sich fühlen muss - gleich am nächsten Tag, nachdem Bram die Burg der MacPhersons erreicht hatte - schon wieder zur Burg der MacKinlochs aufbricht. Hier wird er mächtig begrüßt und befeiert. Was in mir die Frage aufwirft, wie ignorant man eigentlich sein muss, nicht zu sehen, dass es dem Mann mehr als schlecht geht. Aber allem Anschein nach vielleicht doch nicht so schlecht, wenn er gleich am nächsten Tag mit dem Hausbau beginnt und wiederum einen Tag später mit seinem Bruder und den anderen Kriegern losreitet um Callum zu retten. Diese "rasante" Entwicklung, fand ich persönlich unlogisch und nicht nachvollziehbar, was meinem Lesegenuss nicht sehr dienlich war.

Nichtsdestotrotz würde mich brennend interessieren, was aus Callum wird. Und ich freue mich auf weitere Teile der Scotland Serie von Michelle Willingham. Natürlich in der Hoffnung, dass dann wieder alles lesezufrieden passt. 3 Punkte.

Kurz gefasst: Interessanter Plot, der meines Erachtens jedoch an der "zeitlichen" Umsetzung ziemlich hinkt und nicht nachvollziehbar ist.

Nicoles Bewertung 03 05 Sterne.png

Nairna und Bram MacKinloch gingen vor ein paar Jahren eine Liebesheirat ein. Doch bevor es zur Hochzeitsnacht kam, wurde der Clan der MacKinlochs angegriffen. Bram, der damals noch ein junger Heißsporn war, bemerkte während des Kampfes nicht, wie sich ein anderer Krieger mit der Absicht ihn zu töten, an ihn heranschlich. Nur dem mutigen und schnellen Eingreifen des Vaters war es zu verdanken, dass Bram überlebte. Doch sein Vater ließ dabei sein Leben. Bram und sein Bruder Callum wurden nach dem Kampf von englischen Soldaten in einer entfernten Burg festgesetzt und grausam gefoltert.

In dieser Zeit glaubte Nairna daran, dass Bram tot sei und heiratete schließlich ein weiteres Mal. Sie konnte Bram jedoch nie vergessen und als er eines Tages plötzlich vor ihr steht, in der Gewalt von englischen Häschern, die Nairnas Vater lediglich durch Zahlungen von Gold in Schach halten kann, ist die junge Frau überglücklich.
Nachdem Nairnas Vater für Bram Geld bezahlt hat, kümmert sie sich aufopferungsvoll um seine Wunden. Doch schlimmer als die körperliche Versehrtheit, sind die seelischen Wunden, die aus Bram einen traumatisierten Mann gemacht haben. Obwohl er immer noch schwach ist, lässt er sich nicht davon abbringen, gen Heimat aufzubrechen, um dort seine Verwandten zusammenzutrommeln damit sie auch Callum befreien können, der sich immer noch in der Gewalt der Engländer befindet. Währenddessen versucht Nairna alles, um Brams seelische Qualen zu lindern…

Ich liebe die Historicals von Michelle Willingham, die in den schottischen Highlands spielen, doch auch wenn ich die Rahmenhandlung von „Schicksalsnächte in den Highlands“ als sehr spannend empfand, hat mir die Umsetzung des Ganzen diesmal leider nur bedingt gefallen.
Das liegt zum einen daran, dass Bram unglaublich uneinsichtig ist. Sicherlich versteht man sein Drängen, unbedingt mit dabei zu sein, wenn sein Bruder befreit wird, doch auch in anderen Situationen verhält er sich leider so manches Mal wie ein unsensibler Höhlenmensch; etwa wenn er statt eine List anzuwenden um seinen Bruder zu befreien, lieber blutdürstig in den Kampf ziehen möchte und auch auf keinen Ratschlag hören mag.

Nairna ist eine sehr sensible junge Frau, die Bram über alles liebt und seine seelischen Qualen heilen möchte. Aber sie sieht bei der Ankunft bei den MacKinlochs gleich, dass ihr angeheirateter Clan alles andere als finanziell gut da steht und die Burg in einem sehr verwahrlosten Zustand ist. Daher entwickelt sie einen Plan, der ihnen allen Wohlstand bringen kann, was aber mal wieder durch Brams engstirnige Haltung vereitelt wird.
Sehr schade fand ich es, dass Bram auch im Zuge der Story nur bedingt lernfähig ist und auch sein Clan lieber blutdurstig in den Kampf zieht, als sich zunächst darüber Gedanken zu machen, dass Frauen und Kinder geschützt sind.
Auch fand ich es seltsam, dass der Handlungsstrang um die Mutter der MacKinloch Brüder relativ offen bleibt. Aber vielleicht klärt sich ja dieser Punkt auch in weiteren Teilen der neuen Serie.

Die Liebesgeschichte zwischen Bram und Nairna hat trotz meiner Kritikpunkte viele romantische Momente zu bieten und man nimmt es dem Paar auch durchaus ab, dass sie ineinander verliebt sind. Auch werden Brams Ängste und Probleme glaubwürdig vermittelt. Natürlich dürfen Fans erotischer Liebesszenen zudem auf einige prickelnde Momente hoffen, wie man es von Michelle Willinghams Büchern gewohnt ist und abgesehen von meinen Kritikpunkten lässt sich der Roman auch gut lesen. Ein Einstieg in eine neue Serie, der durchaus meine Neugierde auf weitere Bände geschürt hat.

Kurz gefasst: Liebe und Krieg in den Highlands- die MacKinlochs lassen bitten!