Rezensionen

Ankes Bewertung 04 05 Sterne.png

Von dem Moment an, an dem Bram Walcott, Earl of Kelmarsh, Miss Sophie Beckford kennengelernt hat, war ihm klar, dass er für sie seine Arbeit für das Verteidigungsministerium aufgeben möchte, um fortan seinen Traum auf dem Land zu leben. Das Problem ist nur, dass sich seine geheime Arbeit nicht von heute auf morgen abschließen lässt und so Sophie leider Zeugin einer Zusammenkunft wird, die sie völlig falsch interpretiert. Darauf flieht Sophie förmlich nach Irland, wohin ihr Bram unmöglich folgen kann.

Nach ihrer Rückkehr nach London hofft Sophie einfach, dass sie nicht so schnell wieder auf Bram trifft. Leider scheint der sich förmlich auf ihre Fersen geheftet zu haben und nach wie vor fest entschlossen sie zu einer Ehe zu verführen. Doch während sie sich mit Händen und Füßen gegen seine ungeminderte Anziehungskraft zu wehen versucht, erkennt sie, dass Bram der Gesellschaft lediglich eine Fassade präsentiert. Frag sich nur warum er das für Notwendig hält?

„An Earl in Wolf's Clothing“ ist der 1. Teil der „Rules of the Rogue“-Serie der Autorin Emily Windsor und dreht sich um die Agenten ihrer Majestät, die unter Sir Asher Rainham ihre Aufgaben verrichten. Zwar ist „An Earl in Wolf's Clothing“ nicht direkt eine Agenten-Story, doch spielt Spionage durchaus eine Rolle. Im Hauptfokus beschäftigt sich die Autorin jedoch mit dem Verhältnis von Sophie und Bram, ihrer Entwicklung und der Veränderung ihrer Beziehung. Und das tut sie mit Charme, Humor und leichter, aber nicht oberflächlicher Unterhaltung.

Nachdem ich lediglich zwei Geschichten der Autorin genossen habe, hat sie sich in meinen Autoren-Olymp bereist einen festen Platz sichern können. Zwar ist das englische geschrieben Original für mich nicht immer so ganz einfach zu lesen, so schätze ich doch ihren authentischen und humorvollen Stil sehr.

So hat es mir nicht nur Spaß gemacht zu verfolgen, wie sich Bram und Sophie kabbeln, sondern auch die Interaktionen mit der restlichen Truppe, die im Weiteren ihren Teil in der „Rules of the Rogue“-Serie erhält. Vielleicht, aber nur vielleicht, empfand ich das Seegefecht am Ende der Geschichte als ein wenig too much. Doch selbst dieses ungewollte Sahnehäubchen, hat die mir die Autorin sehr geschickt zu verkaufen gewusst; also möchte ich mich nicht direkt beschweren.

Kurzgefasst: eine humorvolle und beschwingte Geschichte, aus der Feder einer Autorin, die für mich zum Garanten von guter Liebesromanunterhaltung geworden ist.