Rezensionen

Ankes Bewertung 05 Sterne.png

Eine gefährliche Arbeit und damit verbundene schmerzhafte Erinnerungen in der Vergangenheit machen es Alexander Westhide, Duke of Rakecombe in der Regel einfach in jeder Lebenslage Kontrolle und Zurückhaltung zu bewahren. Ausgenommen es geht um Miss Aideen Quinlan. Nicht nur, dass ihn ihre irischen Flüche, seine Person betreffend, und die gemeinsamen Wortduelle …. erfrischen, auch ihrer körperlichen Anziehung kann er einfach nicht widerstehen. Und als es dann so kommt, wie es kommen muss und die beiden ertappt werden, findet er nur wenige Gegenargumente um Aideen nicht an seiner Seite zu wollen. Trotzdem bleibt auch für sie die Gefahr, die mit seiner Arbeit für das Kriegsministerium verbunden ist und vor der er sie schützen muss.

Auch Aideen hat Alexanders Anziehung nichts entgegen zu setzten. Und während ihr Körper nach ihm Schreit, so warnt sie jedoch ihr Verstand. Einsperren oder in Watte packen lassen, ein solches Leben ist für sie nicht tolerierbar. Doch um Alexander nicht zu verlieren, ist die dennoch gewillt, ihm bei seinen Schutzvorschriften entgegenzukommen. Der Rest an Vertrauen muss jedoch von ihm kommen. Fragt sich nur, ob er auch dazu bereit ist?

Eigentlich wollte ich mir die „Rules of the Rogue“-Serie nur Häppchen für Häppchen gönnen, um das Vergnügen so lang wie möglich hinauszuziehen. Doch die Abenteuer von Rakecome, Jack und Viscount Rainham haben mich so sehr in den Bann gezogen, dass ich die Bücher ohne Unterbrechung hintereinander weg gelesen habe. Tatsächlich habe ich, zu diesem Zeitpunkt an dem ich die Rezension schreibe, bereits mit dem letzten Teil der Serie angefangen. Ohne es zu übertreiben, kann man also festhalten, dass ich mich großartig mit den Spionen für ihre Majestät amüsiere.

Und die Geschichte von Rakecombe und Aideen hat es mir besonders angetan. Zwar trägt die Autorin diesmal relativ dick auf, mit Alexanders Verhalten; meinen Eindruck nach waren die Helden der Autorin bisher deutlich vernünftiger und gradliniger; doch dafür hat sie dem sturen Alexander eine ganz wunderbare, einfühlsame und verständnisvolle Heldin an die Seite gestellt. Ich hätte vermutlich längst die Geduld mit Alexander verloren. So hat es mir auch besonders gut gefallen, dass Aideen seine Ängste ernst nimmt und soweit es ihr nachvollziehbar erscheint ihnen, bzw. Alexanders Regeln nachgibt. Dabei verhält sie sich immer klug, rennt nicht Kopflos in Fallen und bringt sich auch nicht anderweitig in unnötige Gefahr. Damit ist sie meiner Erfahrung nach schon beinahe eine Rarität in Liebesromanen und ihr Charaktere und die Entscheidungen, die die Autorin in ihrer Sache getroffen hat, kann nicht genug gelobt werden.

Und dieses ausgeblichene Verhältnis ist meiner Meinung nach auch das Erfolgsgeheimnis dieses schönen Romans. Zumal er weder Abenteuer, noch Romantik oder Humor missen lässt. Eben genau die Mischung für die ich die Autorin Emily Windsor so sehr liebe; auch wenn ich dafür immer mal wieder mit dem englischen Englisch ihrer Romane zu kämpfen habe.

Kurzgefasst: eine perfekte Mischung, in der Reihenfolge: sympathische Figuren, Romantik, Humor und Abenteuer! Ein Liebesroman genau nach meinem Gusto!