Rezensionen

Ankes Bewertung 04 Sterne.png

Muriel Zagha erzählt in "Ein Prinz für die Köchin" eine wahrhaft zauberhafte Aschenputtel-Geschichte; auch wenn das mit dem "Prinzen" nicht wörtlich zu nehmen ist. ;-)

Imogen ist eine Figur, die fast scheuhaft naiv ist. Und so goldig ihr Charakter auch rüberkommt, Naivität bei Romanakteuren ist nicht jedermanns Sache und sie kann durchaus der Grund dafür sein, dass man ein Buch beiseite legt.
Da dies auch schon der einzige Punkt ist den ich bemängeln kann, sollte sich kein Leser, der romantische Liebesgeschichten und Bücher mag, die sich rund ums Kochen drehen, vom Lesen abhalten lassen. Zumal auch ein gewisser Charme von der Unbeholfenheit ausgeht, die Imogen ausstrahlt.

Muriel Zagha schreibt detailreich, so dass es ein Leichtes ist; sich beim Lesen der bildlichen und genau beobachtet erzählten Szenen mit einem prächtigen, bildhaften Kopfkino vor Augen, zurückzulehnen. Besonders begeistert hat mich diese besondere Atmosphäre des Buches, die meiner Meinung nach in der Biographie der Autorin zu finden ist (in Paris aufgewachsen, heute wohnhaft in England). So mischt sich im Buch französische Lebensart mit englischer Coolness zu einer sehr interessanten Mixtur.

"Ein Prinz für die Köchin" ist eine zwar eher ruhiger, aber nie langweilig erzählte moderne Aschenputtel-Geschichte, die mit einigen skurrilen aber höchst liebenswerten Nebenfiguren zu begeistern weiß.
Eine romantische Geschichte über das Kochen und die Liebe.