Rezensionen

Nicoles Bewertung 05 Sterne.png

Die geschiedene Mutter einer Tochter, Helen, arbeitet bei der Lokalzeitung, allerdings schreibt sie dort lediglich unter Pseudonym, denn sie betreut die Leserbriefe, als angeblicher Psychologe Dr. Gabriel. Eigentlich möchte sie aber richtige Artikel schreiben und den Posten eines Redakteurs einnehmen. Doch ihr Chef stellt sich bislang quer. Da kommt ihr der Zufall zur Hilfe. Eine Leserin, die sich Hilfe von Dr. Gabriel erbeten hat, hat ein interessantes Problem. Sie hatte bislang kein gutes Händchen bei Männern und möchte das nun ändern. Wie? Sie beschließt, nun an diversen Kursen teilzunehmen, um sich mit ihrem neuen Wissen inklusive anerzogener Tischmanieren, unter die Creme de la Creme der oberen Zehntausend zu mischen. Denn dort hofft sie auf einen, vermögenden Herren, der sie in Zukunft nicht nur menschlich, sondern auch finanziell auf Händen tragen will. Als Helens Chef davon erfährt, ist er wie elektrisiert und wittert sogleich die große Story dahinter. Er setzt Helen auf diese Geschichte an. Helen soll recherchieren, wie einfach es ist, sich einen Millionär zu angeln. Obwohl Helen zunächst protestiert, gibt sie sich schließlich geschlagen, denn Chefchen winkt nach Abgabe der Story endlich mit dem Redakteurposten.

Und so taucht Helen ein in die Welt der Schönen und Reichen und wird plötzlich gleich von drei Herren umgarnt…

Ich habe vor einiger Zeit bereits Sabine Zetts Romane „Tausche Schwiegermutter gegen Goldfisch“ und „In der Liebe und beim Bügeln ist alles erlaubt“ gelesen und dabei wahre Sturzbäche an Lachtränen vergossen. Daher habe ich mich schon sehr auf den neuen Roman der Autorin „Komm in meine Arme“ gefreut. Auch dieses Mal habe ich das ein oder andere Mal schmunzeln müssen; etwa, wenn Helden von ihrer arg pubertierenden Tochter, in Teeniesprache zugetextet wird. Oder aber über die Briefwechsel zwischen Dr. Gabriel und seinen Lesern. Und obwohl auch diese Geschichte locker und flockig erzählt wird und mir im Großen und Ganzen wieder gut gefallen hat, fehlte mir diesmal das gewisse Etwas.

Sicher, die Autorin macht es in Bezug auf die Herren der Schöpfung, bzw. welchen Helen am Ende abbekommt, sehr spannend, doch mir persönlich blieben die „Jungs“, abgesehen vom Sohn des Bäckers (dieser war sympathisch und witzig) etwas zu blass und eindimensional charakterisiert, was ich sehr schade fand. Nichtsdestotrotz ist auch „Komm in meine Arme“ ein lesenswerter Unterhaltungsroman; jedoch vielleicht nicht unbedingt etwas für Leser, die sich nebenbei, noch eine tiefschürfende Liebesgeschichte erhoffen. Wer jedoch einfach nur etwas Lockerleichtes und Humoriges lesen möchte, ist mit dem aktuellen Roman von Sabine Zett dennoch gut bedient.

Kurz gefasst: Heiterer, leichter Unterhaltungsroman der Spaß macht!