Catherine Bybee – Fast mein Baby

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Fast mein Baby (Not Quite Serie, Band 2)Originaltitel: Not quite mine
Verlag: Amazon / Audible
ASIN: B00UXG7F2C
Erscheinungsdatum: April 2015
Genre: Contemporary

Sprecher Hörbuch: Uschi Hugo

 

Teil einer Serie: Not quite

Klappentext

siehe Amazon

Ankes Bewertung

„Fast mein Baby“ beginnt als eine ein wenig verschwurbelte Geschichte um ein Findelkind, was per se schon mal nicht so ganz einfach ist, mündet schließlich in eine emotionale Achterbahn, in der Rabenmütter, und Mutterschaft/Familie generell, im Mittelpunkt stehen und bekommt am Ende gerade noch so die Kurve, ohne auf zu viel Gefühlsschmalz ins Schlingern zu kommen; und ist damit gar nicht mal so einfach ist in eine Bewertung zu packen.

Und nein, ich habe es nicht so sehr mit diesem „weißer Gartenzaun“, Familiending und „ohne Baby“ kein Glück. Doch liest man zeitgenössische Serien, so bleibt es nicht aus, dass das man immer wieder darauf stößt. Um für die kleinen Dinge dankbar zu sein, zumindest gab es diesmal nicht auch noch tierische Begleiter, ein Gesamtpaket, was mich zuletzt besonders bei Linda Lael Miller doch schon sehr genervt hat.

Leider trägt dieser 2. Teil von Bybees „Not quite“-Serie auch den Makel, zumindest in meinen Augen ist es ein solcher, dass es sich hier um ein Paar handelt, was einst zusammen und sehr verliebt war, sich dann aber getrennt hat und nun wieder zusammenkommt.

Sagt, was ich wollt, aber ich mag solche Geschichten einfach nicht. Insbesondere wenn sie mit für mich überhaupt nicht nachvollziehbaren Gründen einherkommen. So muss eine Autorin ganz schön was leisten, damit ich meine Vorurteile beiseiteschiebe und mich auf die Geschichte einlasse. Kurz gesagt, Catherine Bybee und ich hatten also mit „Fast mein Baby“ keinen so guten Start.

Die Geschichte für mich gerettet hat Catherine Bybee mit einer, wie ich finde, ungewöhnlichen Heldin, die wunderbar egoistisch und damit für mich auch nachvollziehbar handelt. Mag ich auch zu ihrer Vorgeschichte mit dem Bauunternehmer und engen Freundes ihres Bruders, Dean Prescott, keine Beziehung gefunden haben, so fand ich doch ihre Reaktion in Sachen Findelkind allzu verständlich.

Was die Vorgeschichte, bzw. Vorbeziehung, betrifft, so empfand ich Deans Charakter als sehr viel stimmiger. Der Gute hat nämlich diese ganze Sache genauso wenig verstanden wie ich. Wenn er sich auch, im Laufe der Geschichte, als ein wenig zu gefühlsduselig und „Baby“-lastig herausgestellt hat; etwas, was ich bei dem Helden „meiner“ Liebesromane, nicht unbedingt anziehend finde. Statt ständig hinter Katies kurzen Röcken herzuhecheln und mit dem falschen Körperteil zu denken, hat er vielleicht besser mal seinen Mann gestanden und sie zur Vernunft gebracht, bzw. dazu auszusprechen was sie umtreibt.

Aber warum doch 4 (gute) Punkte? Nun grundsätzlich muss ich der Autorin zugestehen, dass sie hier eine recht gute Idee für einen Plot verarbeitet hat und die Wendungen der Geschichte stimmig zu einem harmonischen Großen und Ganzen zusammen zu fügen versteht. Zudem bekommt sie, wenn auch nur haarscharf, am Ende doch noch die Kurve, um die Geschichte nicht allzu schmalzig enden zu lassen. Und naja, und am Ende fand ich ihre Protagonisten dann doch ganz sympathisch. Zumindest haben sie auch ihre positiven, weil widersprüchlich interessanten, Seiten.

Zur Sprecherin des Hörbuches muss ich glaube ich nichts mehr sagen: Uschi Hugo ist einfach toll. Ich habe ihren Vortrag wirklich sehr genossen und hoffe, dass sie mir, mit ihrer hervorragenden Sprecherkunst, noch viele weitere Hörerlebnisse versüßen wird.

Kurz gefasst: Wenn die Geschichte auch mit etwas viel Baby-Glück meine Lesenerven strapaziert hat, so fügt sie sich doch am Ende harmonisch zusammen. Zudem hat sie mich mit Figuren erfreut, die ein wenig sperriger/ungewöhnlicher/egoistischer daherkommen, als andere. So gesehen, gar nicht mal so üble Hörunterhaltung.

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