Des Lesers Leid

von

Geneigte Leserinnen und Leser,

manchmal bedarf es nur eines kurzes Satzes, eines Augenblicks oder eines Buches, das mich begeistert und es macht ‚pling‘. Wenn es plingt, folgen kurz darauf erste Wortfetzen, die sich zusammen fügen, zusammen reimen. Lasse ich mich darauf ein, endet es in einem kurzen Gedicht. Ein paar davon gibt es schon. ;-) Heute, möchte ich Euch eines vorstellen, dass erst vor Kurzem entstand.

Roter Schnee wird fallen (Nimmerherz 1) Nimmerherz: Der lange Weg des Windes (Nimmerherz 2) Nimmerherz: Das Blut der Ro'Ar (Nimmerherz 3)

Die Inspiration dazu bekam ich, nachdem ich den zweiten Teil der Nimmerherz-Legende „Der lange Weg des Windes“ gelesen hatte. Zwischenzeitlich stecke ich im dritten Teil „Das Blut der Ro’Ar“, das genauso wie seine Vorgänger, sehr bildgewaltig daher kommt. Ich bin immer mitten drin im Geschehen, egal ob gekämpft, geliebt, gehasst oder gelitten wird. Ob Magie gewoben, oder Meere überquert werden. Lange Rede, kurzer Sinn; es mussten wieder ein paar Reimzeilen aus mir heraus … Trenner-Ranke-ws

Des Lesers Leid

Es tost ein Sturm, über die finstere Au.
Erzählt von Verzweiflung, von Kriegern, so rau.

Sie ist hineingestiegen, in Nimmerherzens Reich.
Ihr Antlitz verzweifelt, ihre Haut, sie ist bleich.

Gefangen zwischen Buchseiten, hinein in ein Land.
Fantastisches geschieht dort, sie ist magisch gebannt.

In jener Erzählung, welche ist episch groß.
Liest sie von unendlicher Liebe, von Helden, von Moos.

Doch jemand wird fallen, das flüstert der Wind.
Sie hofft voller Bangen, dass es ihre Liebsten nicht sind.

Durch des Autors Feder, wird die Geschichte erzählt.
Was auch immer kommen mag, er hat es so gewählt.

Nun sitzt sie und hofft, über dem Nimmerherz Buch.
Dass Trauer sich nicht legen wird, über sie, wie ein Tuch.

Sollt´s aber so kommen, dann weiß sie genau!
Heiße Tränen werden fließen, dick, wie Morgentau …

© Ka 2016Trenner-Ranke-ws