[Film] Valerian – Die Stadt der tausend Planeten

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Mh, eigentlich bin ich nicht so der Comic-Leser. Ich habe und hatte natürlich noch nie etwas dagegen auch meine Nase auch einmal in einen Comic, Graphic Novel oder Manga zu stecken und mit Genuss zu lesen, aber der echte Comic-Nerd der Familie ist mein Mann.

Bei mir sind es mehr die Verfilmungen, die eine Schnittstelle zu den Comics herstellen. Und als mir mein Mann begeistert mitteilte, dass Luc Besson nun „Valerian“ verfilmen würde, eines seiner Lieblings-Comics, habe natürlich auch ich interessiert aufgehorcht.

Gefördert wurde mein Interesse ebenfalls von begeisterten Postings im Liebesromanforum, deren Mitglieder dem Film entgegen fieberten, weil auch sie schon seit Jugendtagen Fans der Comics sind. Und Luc Besson – dachte ich mir, kann eh nicht schaden.

Gestern habe ich ihn dann gesehen.

Valerian - Die Stadt der tausend Planeten

Der erste Science-Fiction-Comic, im Original „Valérian et Laureline“, erschien ab 1967, in 23 Bänden und wurden erfolgreich in verschiedene Sprache übersetzt. In Deutschland erschein die Reihe der beiden Agenten des „Raum-Zeit-Service“ aus der Hauptstadt Galaxity, unter dem Namen „Valerian und Veronique“.

Ich kenne die Comics nicht. Bin also völlig frei von Hintergrundwissen oder möglicherweise schwärmerischen Jugend-Leseerfahrungen an die Verfilmung herangegangen und habe im Anschluss an den Film versucht meinem Mann zu entlocken warum er so von „Valerian und Veronique“ schwärmt und ein Fan der Reihe ist. Sein Kommentar: „die Story“ und „der Zeichenstil“ – mein Mann eben, minimalistisch wie immer.

Meine Antwort: „Story, vergeblich gesucht“, Stil: „schön bunt hier“ und Charaktere: „langweilig, bedeutungs- und farblos“. Darauf mein Mann: „Ein Film ist halt kein Comic“. Unterhaltung abgeschlossen. *Seufz*

Aber okay, natürlich ist ein Film kein Comic. Aber dass es durchaus funktionieren kann Comics zu verfilmen, wurde ja wohl auch bereits bewiesen. Und die Geschichte hätte durchaus Potential gehabt, fand ich, denn es waren alle Zutaten für ein abgefahrenes Agenten-Science-Fiction-Spektakel vorhanden. Doch leider empfand ich „Valerian – Die Stadt der tausend Planeten“, so der deutsche Filmtitel, schlicht einfach „zu schrill“ und „ zu wirr“.

Dabei musste ich, während der 2 Stunden Film, noch nicht einmal Schmunzeln! Und das für einen angeblichen Action-Blockbuster! Traurig, sehr traurig, denn ein bisschen was an Unterhaltungswert (abgesehen von dem Vergnügen mich an Ende darüber echauffieren zu können) sollte mir so ein Film schon bieten.

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