Rezensionen

Ankes Bewertung 03 05 Sterne.png

Da mir wieder einmal danach war, für eine Filmlänge auf rosa Wolken zu schweben und mich in Teenager-Träumen zu verlieren, habe ich "American Princess" aus den tiefen meines SUBs gegraben, mich samt Glas Wein und Chips auf die Couch verdrückt und gehofft, dass die Dinge, die da kommen mich ganz nach Wunsch unterhalten werden.

Erfreulicherweise kann ich letztes bestätigen.
"American Princess" erzählt, auf sehr süße Art, von einer ersten Liebe und von dem Wunsch über den familiären Nestrand zu schauen, von jugendlichem Freiheitsdrang und Rebellion.
Themen, die sogar ich, auch wenn ich keine Präsidententocher bin, nachvollziehen kann.

Die Hauptdarstellerin Mandy Moore, die ich bisher nur aus "Saved! – Die Highschool-Missionarinnen" kannte und dort großartig fand, hat mir auch als rebellische Präsidententochter recht gut gefallen. Sie spielt unkompliziert und ihrem fröhlichen, unbeschwerten Agieren zuzusehen macht gute Laune.
Ihren Partner Matthew Goode kannte ich als eine ein wenig erwachsenere Version aus "Verlobung auf Umwegen", wo ich von ihm als brummigen Iren ebenfalls recht angetan war. Obwohl er bei mir kaum als "Agent" Calder durchgeht, weil einfach zu jung und zu wenig "Agent" (zumindest in meiner Vorstellung von Agent), kommt doch auch er als schweigsamer und manchmal recht zynischer Held doch recht gut rüber.

Ebenfalls zu erwähnen wären Jeremy Piven als Agnet (diesmal schon eher einem "Agenten" entsprechen) Alan Weiss, und Annabella Sciorra, ebenfalls Agentin (sie ist die eindeutig "agent-tischste" aller Film-Figuren), als Cynthia Morales. Sie haben ebenfalls eine, wenn auch kleine und nebensächliche, aber doch recht süße Liebesgeschichte.

Aber Vorsicht: "American Princess" ist wahrlich kein Meilenstein der Filmgeschichte, Klischees wo man hinschaut und es wird mal wieder eine US-Filmsicht auf Europa geboten, die einen mehr als einmal erschaudern lässt.
Und als Sahnehäubchen kommt das Ganze mit einer ordentlichen Portion Un-Realismus daher.

Da ich jedoch genau danach gesucht habe und ich finde, dass es weitaus schlechtere Teenager-Romanzen gibt, kann ich mit gutem Gewissen 4 von 5 Punkte verleihen und mit "schön war‘s" zur Tagesordnung übergehen.

Kurz gefasst: Kein Film, der mir im Gedächtnis bleiben wird, doch perfekt dazu gemacht mich für eine Weile in Teenager-Träume zu flüchten und eine große Portion unrealistischer Romantik zu genießen.