#HEB Team 9

von

Namen sind Schall und Rauch …

…. originelle, lustige, alberne, schreckliche ….
Welcher Name eines Buchcharakters (männlich oder weiblich) findest du am Interessantesten?

Anke: Ich finde ja nach wie vor, dass Amanda Quick mehrheitlich die meisten interessanten, bzw. ungewöhnlichen Protagonisten-Namen, zumindest für ihre weiblichen Hauptfiguren, eingesetzt hat: Augusta, Harriet, Prudence, Olympia, Imogen, Amity. Ohne mich nun genau auszukennen, empfinde ich diese Namen als herrlich „klassisch“ für Figuren aus Regency-Zeit Geschichten; zudem passen sei einfach auf die Charaktere, gerade so als hätte Amanda Quick ihre Figuren auf die Namen zugeschnitten. Aktuell scheint die Autorin auf deutsche Namen zu setzten, Ursula und Irene, was auch irgendwie exotisch ist, finden ich, zumindest für eine US-amerkianische Autorin. Auch mein „Namens-all-time-Favorit“ ist von der Autorin ins fiktive Leben gerufen worden: Iphigenia (aus Verhext/Mistress).

Ka: Gerade geht es mir wie Anke mit der Autorin Elizabeth Hoyt, im ersten und zweiten Teil ihrer „Maiden Lane“ Reihe! Denn Reverend Makepeace ( schon dieser Name ist toll ) hat seinen sechs Kindern sehr ungewöhnliche Namen gegeben. So lernen wir zum Beispiel im ersten Teil —> „Gefährliches Spiel mit Lord Lazarus“ Temperence Makepeace und ihren Bruder Winter ( Den Namen finde ich so genial und er passt einfach IDEAL zu Winter <3 ) sowie die Schwester der beiden mit dem Namen Silence kennen! Weiter gehts mit der Makepeace-Familie in Sündiges Verlangen einer Lady, der Geschichte von Silence Makepeace, in dem zu den 3 Genannten, noch die anderen Makepeace-Kinder näher vorgestellt werden, nämlich die Brüder Concord ( Der unter den Geschwistern heimlich Discord :-D genannt. Der totale Sturschädel :D ) und Asa, als auch die älteste Schwester Verity.

Was ich noch ansprechend finde ist, wenn Namen einen Schluß auf den Charkater des fiktiven Helden, bzw. eine Besonderheit zulassen. Zu nennen wären hier zum Beispiel die Bruderschaft der Black Dagger von J.R. Ward und derern männlichen Charaktere wie zum Beispiel: Wrath, Zsadist, Vishous, Butch, Rhage, Phury, Rehvenge, Tohrmet, etc. Oder auch die Helden aus der Feder von Tillie Cole lassen eienen Rückschluss zu mit: Raze, Reap, Ravage, Riot. Mal ganz abgesehen von Mitgliedern ( und deren Old Ladys) eines MCs, die anstatt ihrer Taufnamen Spitznamen tragen, die ganz eindeutig auf eine Eigenheit abzielen. Ein tolles Beispiel ist hier die Namensgebung von Catalina Cudd. Hier eine kleine Auswahl: French, Weeds, Nuts, Dammit, Coy, Dog.

Joah, ich mag das sehr. Welchen Namen ich allerdings in Büchern nicht gerne mag ist: Marcel. Das liegt allerdings in meiner Kindheit begraben und hat nichts mit dem jeweiligen Protagonisten zu tun. Nur, wenn ich eben diesen Namen lese, geht mir erst mal der Hut hoch und der fiktive Charakter muss sich etwas mehr ins Zeug legen, um mich für sich zu gewinnen! Das hat mal ein Marcel mit Bravour geschafft. Und zwar war es ein Held aus der Feder von Jane Christo, der in der „Blanche“-Trilogie eine große Rolle spielte. Er war Blanches Ex-Freund und es gab da einige Szenen, bei denen ich definitiv weiche Knie bekam! Und das obwohl er Marcel heißt! Hey, das muss echt was heißen …  :D

Chris: Ich habe in der letzten Zeit zwei Reihen von der Autorin J.M. Dabney gelesen. Die Bücher sind auf Englisch erschienen und jetzt nicht unbedingt tiefsinnige Literatur. Allerdings haben die Helden der Autorin äußerst merkwürdige Namen, die jedoch durchaus auch Aufschluss auf ihre Persönlichkeit geben können. So gibt es einen Psycho, der wirklich etwas gestört ist. Twitch, Crave und Bull sind seine Kollegen in der Brawlers Bar, wo auch noch Hunter arbeitet. Im erweiterten Freundeskreis tummeln sich dann auch noch Lucky, Scary, Berzerker (ich liebe diesen Namen und auch den Charakter), sowie Trouble, Tank und Priest.

Nicole: Also, als Fan der historischen Liebesromane von Amanda Quick, bin  ich ja schon sehr früh auf die recht seltsam anmutenden Namen ihrer Protagonisten gestoßen. Ehrlich gesagt finde ich diese Namen ziemlich schrecklich, andererseits passen sie aber sehr gut zu den Heldinnen und ihren ungewöhnlichen Hobbys, so dass ich kein großes Problem mit ihnen, in den Quick Romances hatte. Aber eigentlich mag ich lieber schöne, völlig normale Namen. Gut, bei deutschen Namen in Romances tue ich mich immer etwa schwer- mal ehrlich wer will denn etwa die Liebesgeschichte von Otto, Hans oder Trude lesen wollen? Aber auch im Englischen gibt es durchaus Romanheldinnen die etwa mit Nachnamen „Lovejoy“ heißen. Gruselig und platt zugleich, oder? Und auch die Namen von J.R.Wards Black Dagger Helden finde ich eher einfaltslos. Hey bitte schlagt mich jetzt nicht! ;-) Eine Schwäche habe ich allerdings für alle Mr. Darcys in Romances (finde ich übrigens auch als weiblichen Vornamen klasse!) oder aber einen gewissen James Alexander Malcolm MacKenzie Fraser. Ach… und für französische Vornamen, wie etwa Matthieu

Susanne: Ähnlich wie bei Anke und Nicole waren es bei mir die Amanda Quick Romane, die ich damals verschlungen habe. Ich musste über die ungewöhnlichen Vornamen manchmal schon schmunzeln. Aber sie haben irgendwie zur Geschichte gepasst. Auch bei Jo Beverly haben die Helden und Heldinnen ungewöhnliche Vornamen. Wie zum Beispiel Elfled, Cyn oder Bryght Malloren. Auch bei Lauren Royal gibt es ungewöhnliche Vornamen. Die Heldinnen bekamen Blumennamen. Typisch deutsche „alte“ Namen bei historischen Liebesromanen gehen für mich gar nicht. Die passen eher zu zeitgenössischen Romanen. Ich mag gerne keltische Vornamen, die aber passend zur Geschichte sein sollten. Vor allem, wenn der Roman im Mittelalter spielt.