Historical Collection Band 8

von

Historical Collection Band 8- Erfüllt von wildem Verlangen
Amanda McCabe-                  Die unanständige Duchess
Michelle Willingham.             Nimm mich, mein wilder Highlander
Christine Merrill-                    Lüsternes Verlangen einer Lady
Greta Gilbert-                         Verzehrende Leidenschaft e. Sklaven
Deborah Hale-                        Wie verführt man einen Wüstling
Verlag:                                      CORA/255S.
Erscheinungsdatum:              03/17
Genre:                                       Historische Liebesromane/Anthologie

Nicoles Bewertung: 4.5,5.0,4.0,5.0,3.0

Originaltitel: An Improper Duchess, Craving The Highlander’s Touch, Taming her Gypsy Lover, Mastered by her Slave, Seduced the scandalous Virgin

Historical Collection Band 8

Klappentexte:                           (Quelle: CORA Verlag)

Amanda McCabe-  Die unanständige Duchess

Melisande will endlich frei sein von den Fesseln der Gesellschaft. Ein Skandal soll ihr helfen, London für immer zu verlassen! Doch dann trifft sie den faszinierenden Lord Sanbourne …

Michelle Willingham-  Nimm mich, mein wilder Highlander

Der verwundete Highlander berührt ihr Herz, deshalb verhilft Lady Alys ihm zur Flucht. Vielleicht kann der geheimnisvolle Fremde sich revanchieren, indem er ihre Sehnsucht nach leidenschaftlichen Stunden stillt?

Christine Merrill-  Lüsternes Verlangen einer Lady

Ist eine arrangierte Ehe wirklich ihr Schicksal? Die verwitwete Emma glaubt, sie kann ihrem Verhängnis nicht entgehen. Dann trifft sie den glutäugigen Zigeuner Chal – und ihr Verlangen erwacht!

Greta Gilbert-  Verzehrende Leidenschaft eines Sklaven

Rom, 80 n. Chr. Die junge Clodia ist verzweifelt. Sie ist ihrem Sklaven Altair verfallen, deshalb soll er in der Arena sterben! Kann sie ihren Geliebten vor dem Tode bewahren?

Deborah Hale- Wie verführt man einen Wüstling

Er ist Genias letzte Chance auf eine heiße Affäre – doch der berüchtigte Lebemann Blade Maxwell scheint immun gegen ihren Charme. Wird es ihr trotzdem gelingen, ihn zur Sünde zu verführen?

Nicoles Rezension:

Die erste Geschichte in dieser Anthologie, kommt von Amanda McCabe, die, genau wie auch Michelle Willingham und Christine Merrill, zu meinen autobuy Autorinnen gehört. In „Die unanständige Duchess“ treffen wir auf eine desillusionierte junge Witwe, die keine Lust mehr darauf hat, dem strengen Moralkodex des tons zu entsprechen. Um ein für alle Mal Ruhe vor der Gesellschaft und ihrer Familie zu haben, die sie aufgrund ihres angeblich skandalösen Verhaltens zu gerne unter Verschluss halten möchte, plant sie, sich einem gefährlichen Mann hinzugeben, dessen Appetit auf die Damenwelt legendär ist. Doch ausgerechnet bevor es so weit ist, tritt der attraktive jüngste Spross eines alten Adelsgeschlechtes in ihr Leben. Lord Sanbourne ist Forscher und hielt sich lange in Indien auf, bevor er zurückkehrte nach England. Dort möchte ihn seine Mutter nun gut verheiraten, doch ihn langweilen die jungen Damen lediglich. Bis er Melisande trifft, die so ganz anders ist…

Die Geschichte mag zwar mit ihren 50 Seiten recht knapp gehalten sein, doch gefiel mir die Liebesgeschichte zwischen Melisande und Lord Sanbourne trotzdem sehr. Lediglich die Nebenhandlung, um Melisandes gefährlichen Verehrer, wurde für meinen Geschmack zu kurz und spannungslos abgehandelt. Doch zwischen dem Paar stimmt die Chemie und auch die Dialoge, die beide miteinander führen, verdeutlichen dem Leser ganz klar, wieso sie sich ineinander verlieben. Dazu passend, sind auch die Liebesszenen sehr prickelnd geschrieben worden, so dass ich lediglich einen halben Punkt abziehen möchte.

Die zweite Short Story kommt von Michelle Willingham und gehört zu einer Serie um den MacKinloch Clan, in der Finian MacLachor (ein Nebencharakter der Reihe) und die Witwe des grausamen Lord Harkirk zueinander finden, weil Lady Harkirk den gefesselten Finian, kurz bevor er hingerichtet werden kann, befreit. Nebenbei rettet Finian auch noch Alex MacKinlochs Kind das Leben, was man aber auch bereits im Band über Alex, „Verführt von einem stolzen Highlander“, nachlesen konnte. Während Finian bislang eher unsympathisch auf mich wirkte, bekommt er in seinem Roman mehr Konturen und zeigt neben seiner rauen Seite nun auch seine Verletzlichkeit. Lady Harkirk hingegen, mochte ich bereits im Vorgängerband sehr, so dass ich mich gefreut habe, dass der CORA Verlag auch ihre Geschichte übersetzt hat- mag sie mit ihren 56 Seiten auch noch so kurz geraten sein, vervollständig sie dennoch die MacKinloch/Scotland Reihe der Autorin und es gelingt ihr tatsächlich selbst in dieser Kürze eine romantische, einfühlsame Liebesgeschichte zu schaffen, die untermalt wird durch sexy Liebesszenen.

Die dritte Geschichte in dieser Anthologie, kommt von Christine Merrill, in der die verwitwete Emma, die bislang bei ihrer Familie lebte und sich unterzuordnen hatte, auf den feurigen Zigeuner Chal trifft, der eigentlich nur das Anwesen ihrer Familie aufgesucht hat, um den Sohn eines verstorbenen Freundes, ebenfalls Roma wie er, abzuholen und zu dessen Familie zu bringen. Doch Emmas Familie hat den Jungen bereits bei Nacht und Nebel in ein Kinderheim nach Yorkshire abgeschoben und so bringt Emma Chal dazu, dass er sie mitnimmt auf seine Reise. Doch Chal verlangt als Gegenleistung, dass sie sich ihm hingibt, was Emma auch macht, denn Chal hat es ihr bereits von Anfang an angetan. Chal dagegen weiß nicht so recht, was er von Emma und ihrer offenherzigen Art halten soll. Zwar erregt sie ihn über alle Maßen, doch fürchtet er, dass sie nicht mehr will von ihm, als eine heiße Affäre…

Ich habe Christine Merrills Short Story nur mit 4 von 5 Punkten bewertet, weil es doch ein paar Dinge gab, die mich gestört haben. So fand ich Chals Verhalten Emma gegenüber nicht nur sehr herablassend, sondern oftmals auch verletzend, wohingegen Emma Chals Art kaum zu tangieren vermag. Das sich Emma Chal so schnell hingibt, war ebenfalls nicht nachvollziehbar für mich und auch das offene Ende des Nebenhandlungsstranges hat mich gelinde gesagt etwas enttäuscht zurückgelassen. Dennoch, positiv fand ich, wie die Autorin die Lebensweise der Roma und ihre Lebensweisheiten eingebracht hat und auch an ihrem wie immer ausdrucksstarken Schreibstil gibt es nichts zu rütteln.

Die vierte Geschichte in diesem Roman umfasst 54 Seiten und führt den Leser zurück ins alte Rom. Ich stelle immer wieder fest, dass ich Historical Romances aus dieser Zeitepoche sehr gerne lese, vor allem, wenn sie so spannend und abwechslungsreich erzählt werden, wie es hier der Fall ist. Die Autorin, Greta Gilbert, sagte mir bislang gar nichts, doch ihr Schreibstil hat mir dermaßen gut gefallen, dass ich gerne weitere Romances von ihr lesen möchte. In „Verzehrende Leidenschaft eines Sklaven“, steht die Romanheldin Clodia vor einem großen Problem. Ihr Mann, ein berühmter und grausamer Feldherr, ist zwei Wochen zuvor gefallen. Da Clodia und er keine Kinder hatten, will sich nun dessen Schwester das Erbe einverleiben und schreckt dafür auch nicht vor einem Mord zurück. Würde Clodia heiraten, wäre sie in Sicherheit, doch der Mann, den ihr Vater erwählt hat, könnte ihr Großvater sein- und so zögert Clodia und wählt einen anderen Weg. Sie erwirbt einen Sklaven, der eigentlich für die Arena bestimmt war. Altair, ist bezaubert von seiner schönen Herrin, ahnt er sogleich, dass sie mehr in ihm sieht und völlig frei von Grausamkeit ist. Altair soll sie beschützen und zu ihrer Familie nach Gallien bringen. Im Gegenzug will sie ihn freilassen. Doch dann geht alles schief… Die Liebesgeschichte fand ich sehr romantisch und prickelnd geschrieben, zudem war die Hintergrundgeschichte so höllisch spannend, dass ich hier sehr gerne die volle Punktzahl vergeben möchte.

Die letzte Geschichte in dieser Anthologie, „Wie verführt man einen Wüstling“, kommt von Deborah Hale. In dieser Short Story treffen zwei Menschen während einer Schiffsreise aufeinander, die sich bereits ein Jahr zuvor kennenlernten. Bereits damals war Genia verliebt in Blade Maxwell, doch dieser zeigte ihr die kalte Schulter und ließ sich lieber auf eine heiße Affäre mit einer anderen ein. Nun jedoch umkreist er Genia, die nicht weiß, was sie davon halten soll. Tja, 42 Seiten reichten für meinen Geschmack nicht aus, um dieser Geschichte mehr Konturen zu verpassen. So ist die Story zwar durchaus prickelnd, aber doch auch sehr belanglos geschrieben worden. Ich fand sie eher mittelmäßig und auch die Akteure konnten mich nicht für sich einnehmen. So kann ich nicht mehr als 3 von 5 Punkten dafür vergeben.