Der Monat Dezember und damit auch das Jahr 2019, währt nur noch ein paar Tage und da ist es durchaus gerechtfertigt, finde ich, heute schon einen Überblick über meinen Lesemonat zu geben.

Der stand ganz im Zeichen des historischen Liebesromans. Ja, es war sogar ein Wikinger-Roman dabei, wenn dieser auch ein Time Travel war und somit nicht so ganz als Historical zählt.

Tatsächlich sind mir die Wikinger in den letzten Jahren recht oft in Urban Fantasies oder Time Travel begegnet. Als Historical-Liebesroman habe ich sie jedoch seit gefühlten Jahrzehnten nicht mehr in der Hand gehabt.

Zum Hörbuch hören hatte ich diesen Monat keinen Kopf. So habe ich mich lediglich, zur Untermalung von Hausarbeiten, dem wiederholten Hören von Alan Bradleys „Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche“ gewidmet. So ein bisschen „comfort binge-hearing“ eben.

Sehr viel entdeckungs- und erkenntnisreicher war dagegen mein historischer Rundgang, der mit der Autorin Tammy Falkner angefangen hat.

Als ich anfing im englischen Original zu lesen, war mir die Autorin mit ihrer, im englischen Regency spielenden Feengeschichten-Serie, um die Thornes-Geschwister, aufgefallen. Damlas hat mir das Buch recht gut gefallen und ich habe mir immer gewünscht, dass es doch übersetzt werden würde. Nun, manchmal sollten Wünsch wohl einfach Wünsche bleiben. Tatsächlich ist das Buch nun in einer Übersetzung zu bekommen, aber …. gefallen hat es mir nicht mehr.

Das Gegenprogramm dazu, zumindest in Sachen Kunstfertigkeit und Erzählstil wusste mir Elizabeth Boyle anzubieten; ebenfalls eine Autorin die ich lange vernachlässigt habe. Sie wiederum weiß so perfekt die Schreibfeder zu führen - dass es heute leider schon wieder ein wenig zu Mainstreamig auf mich gewirkt hat. Unterhaltsam zu lesen fand ich die Bücher der Autorin auf jeden Fall und ich werde die Autorin nun definitiv im Auge behalten.

In Stil und Geschichte zu überzeugen wusste mich in diesem Monat Fran Henz. Noch eine Autorin, die ich viel zu lange aus den Augen verloren hatte. Ihren Time Travel, der den Leser in die nordische Sagenwelt – zu besagten Wikingern - entführt, war für mich ein spannendes und fesselndes Leseerlebnis, das mir vermutlich ähnlich lange im Gedächtnis bleiben wird, wie ihr „Die Hexe und der General“.

Und, beinahe hatte ich es vergessen, ich habe mich auch noch an Christina McKnight und ihrer "Undaunted Debutantes"-Serie, bzw. am 1. Teil der Serie "The Disappearance of Lady Edith" versucht. Und schon nach wenige Seiten aufgegeben.

Zwar ist die Geschichte, um die Gruppe von Freundinnen, die einen Mörder suchen, grundsätzlich nicht uninteressant, doch konnte mich die Geschichte von Anfang an nicht einfangen und schon gar nicht mitreißen. Ich fand, dass es dem Erzählstil und den Figuren einfach ein wenig an Esprit gefehlt hat, um mich zu motivieren weiter zu lesen.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich es evtl. zu einem anderen Zeitpunkt erneut mit der Geschichte versuchen will oder ob ich es ganz sein lasse, mit der Autorin oder mit dieser Serie.

Gelesen und gehört im Dezember 2019:

gehört:

Alan Bradley - Flavia de Luce - Vorhang auf für eine Leiche (re-hearing) (Rezension, vorhanden)

gelesen:

Tammy Falkner - Eine Dame und ihr Zauber (Rezension, überarbeitet)

Fran Henz - Der Stachel der Erinnerung (Rezension, neu)

Elizabeth Boyle - Entflammt vor Begierde nach dem Duke (Rezension, ergänzt)

Elizabeth Boyle - Verführt von dem falschen Lord (Rezension, ergänzt)

Christina McKnight -  The Disappearance of Lady Edith (keine Rezension, Buch abgebrochen)