Der März war ein langer, anstrengender Monat und man kann anhand der Menge der aufgelisteten Titel merken, dass ich viel Ablenkung gebraucht habe. Da sich meine Leselaune unvermindert auf einem Hoch befindet, war es naheliegend, dass ich zu diesem Zweck in Liebesromane abgetaucht bin.

Auch wenn ich im Großen und Ganzen mit der Lese-Ausbeute für diesen Monat zufrieden bin, so steigt mit der Anzahl der Bücher, auch immer die Anzahl der Abbrüche. Ich musste feststellen, dass ich heute wirklich keine Geduld mehr für Werke aufbringe, die mich nicht ansprechen. Null Toleranz in Sachen Liebesroman quasi. Immerhin habe ich gelernt, trotzdem nicht alle Autoren gleich auf eine no go-Liste zu setzten, sondern sie diese einfach auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben. Leselaunen, sind nun eben mal Launen und damit wechselhaften Bedingungen unterlegen.

Die Abbrüche in diesem Monat haben sich vor allem (für mich) neue Autorinnen eingehandelt, zb. Jess Michaels mit „Der verwegene Duke“, dem 1. Teil ihrer „1797 Club“-Serie. Ich fand, dass das Buch in einem sehr schlechten Stil übersetzt worden ist. Ich bin jedoch entschlossen, zuerst noch in den Originaltitel zu schauen, bevor ich mir ein abschließendes Urteil bilde. Passt der Schreibstil im Original, dann würde mich die Serie durchaus auch weiterhin interessieren.

Auch mit Alexa Aston; hier habe ich im Original gelesen; bin ich nicht so wirklich warm geworden. Der 1. Teil ihrer „Dukes done wrong“-Serie, „Discouraging the Duke“, hat zwar über spannende Zutaten verfügt, war jedoch etwas zu belanglos zu lesen.

Den schnellsten Abbruch aller Zeiten hat SE Smiths mit „Hunters Entscheidung“, dem 1. Teil ihrer „Die Allianz“-Serie zu verzeichnen. In diesem Fall lag es jedoch an der Sprecherin des Hörbuches, für das ich mich entschieden hatte. Diese Qual hat SE Smith keine Chance gelassen, sich für mich zu gewinnen. Wenn ich mal wieder einen Anfall von „Alien-Romances“ habe, erwäge ich jedoch mich erneut der Autorin zu widmen, diesmal jedoch ausschließlich ohne "Stimme im Ohr".

Im selben Zuge habe ich auch in Grace Goodwins „Im Griff ihrer Partner“, dem 1. Teil der „Interstellare Bräute Programm“-Serie, reingehört. Die Hintergrundgeschichte war durchaus interessant und der Sprecher deutlich besser, doch für mein zurzeit sehr zartes Gemüt war der Erotikfaktor einfach zu hoch. Da dann aber auch Sophia Farago, mit einem Null-Erotikfaktor und einer meiner Lieblings-Hörbuch-Sprecherinnen, Nora Jokhosha, mit dem 2. Teil ihrer „Lancroft Abbey-Serie“, „Verlobung wider Willen“, eine Absage erteilt habe – liegt es zurzeit wohl an eher an mir und nicht an den Autorinnen oder erotischen Faktoren.

Am Ende hat mich, was das Hörbuch hören betrifft, ein „all time favorite“, Nora Roberts „Töchter des Feuers“, mich wieder mit dem Format versöhnt. Die Rezension dazu hatte ich vor einer Weile bereits überarbeitet. Und Serena Valentinos Hörbuch „Das Biest in ihm“, eine „Die Schöne und das Biest“, die sich auf die Vorgeschichte und die Gefühle des Prinzen, der zum Biest wird, konzentriert, war dann sogar mein Hörbuch-Highlight für diesen Monat.

Doch zurück zu den Romanen, die ich im März gelesen habe. Darunter waren zwei sehr sympathische und kurzweilige zeitgenössische Kurzromane von Hope Ford, die im fiktiven Städtchen "Whiskey Run" spielen, und verschiedene historische Liebesromane von mir bereits bekannten Autorinnen.

So habe ich den 1. Teil von Courtney Milans „The Brothers Sinister“-Serie mit großem Vergnügen gelesen (und plane die Serie auch weiterzuverfolgen), sowie die folgende Novelle, und ich habe Meagan McKinneys „Der Rebell und die Lady“ (ehemals Bastei Lübbe „Der Gigant und die Lady“), den 1. Teil der „Van Alen Sisters“-Serie, sowie Teresa Medeiros‘ „Verzauberte Herzen“ zu einem Re-Reading gemacht.

Bevor ich mich nach Jahren wieder einmal Tessa Dare gewidmet habe, von ihr habe ich „The Duchess Deal“, den 1. Teil der „Girl meets Duke“-Serie gelesen und „Romancing the Duke“, den 1. Teil ihrer „Castles Ever After“-Serie (mein Lese-Highlight diesen Monat), hatte ich mich Jeanine Krock zugewandt. Auch sie ist eine Autorin, die ich jahrelang vernachlässigt habe. Von ihr habe ich „Das Geheimnis von Hazelfield“, eine Zeitreise-Geschichte gelesen, in die Highlands des 18. Jahrhunderts entführt.

Zum Abschluss dieser erschöpfenden Ausführung habe ich noch vier Verfilmungen zu erwähnen: „Küss mich Mistkerl“ nach der Buchvorlage von „The Hating Game“ von Sally Throne, unterhaltsam für den Moment, jedoch ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen und Netflix‘ „Bridgertons Season 2“, unterhaltsam für eine TV-Serie, als Buchadaption jedoch furchtbar enttäuschend. Um meiner Bücher-liebende Seele nach dieser Enttäuschung wieder etwas zu streicheln, habe ich dann noch  "Stolz und Voruteil" (TV-Serie, 1995) und Überredung (TV-Film, 1995) geschaut, zwei Verfilmungen, die für mich außerhalb jeder Kritik stehen.

Gelesen:

Courtney Milan - Der Herzog und seine geliebte Feindin (Rezension, ergänzt)
Courtney Milan - Zärtlicher Winter (Novella) (Rezension, ergänzt)
Alexa Aston - Discouraging the Duke (Rezension neu)
Hope Ford - One Night Love (Novella) (Rezension neu)
Hope Ford - Rebound Love (Novella) (Rezension neu)
Jess Michaels - Der verwegene Duke (ohne Rezension, abgebrochen)
Meagan McKinney - Der Rebell und die Lady (Rezension neu)
Jeanine Krock - Das Geheimnis von Hazelfield (Rezension neu)
Tessa Dare - The Duchess Deal (Rezension neu)
Teresa Medeiros - Verzauberte Herzen (Rezension, erweitert)
Tessa Dare - Romancing the Duke (Rezension neu)

Gehört:

Serena Valentino - Das Biest in ihm (Rezension neu)
Grace Goodwin - Im Griff ihrer Partner (ohne Rezension, abgebrochen)
SE Smith - Hunters Entscheidung (ohne Rezension, abgebrochen)
Sophia Farago - Verlobung wider Willen (bisher ohne Rezension, abgebrochen)
Nora Roberts - Töchter des Feuers (Re-Hearing, Rezension vorhanden)