Elizabeth Bolye

Eigentlich wollte ich diese kleine Reihe mit einer anderen Autorin beginnen, doch Elizabeth Boyle ist mir dann doch irgendwie dazwischen geraten. Und warum auch nicht? Verdient hat sie es nicht minder, an dieser Stelle Erwähnung zu finden.

Elizabeth Boyle hat sich bereits recht früh in meiner Liebesroman-Lese-Laufbahn eingefunden. Damals von Bastei Lübbe übersetzt, stießen ihre Brazen-Serie und die Danvers Familie bei mir auf Interesse.

Die Bücher habe ich damals mit einer gewissen Zurückhaltung bewertet, da für meinen Lesegeschmack, nie über den Gute Unterhaltung-Mainstream hinauskam und für mich immer kleine Längen bereithielten. Auch wenn mir die Charaktere, die die Autorin so trefflich zu erschaffen weiß und die amüsanten und spritzigen Dialoge, mit denen sie ihre Figuren ins Feld schickt, schon immer gefallen haben.

Nicole war schon immer ein wenig empfänglicher für den Humor der Autorin und sie hatte und hat, weniger Schwierigkeiten sich auf die mitunter etwas sperrigen Figuren der Autorin einzulassen, als ich es habe.

So hat sie sich auch begeistert der „Rhymes With Love“-Serie der Autorin gewidmet, die relativ aktuell, in einer deutschen Übersetzung im Cora-Verlag erschienen ist, bzw. erscheint. Ich hingegen bin erst auf Umwegen wieder auf die Autorin gestoßen.

Zunächst habe ich dann angefangen, mich ihrer „The Bachelor Chronicles“ der Autorin zu widmen; damals meine ersten Leseversuche im Original, die Bücher nie ins Deutsche übersetzt. Und „Something about Emmaline“ und „Letters from a Duke“ haben mir ausgesprochen gut gefallen; geschrieben in einem Englisch, das meinen Fähigkeiten entsprach und mit, mich ansprechenden, originellen Plots ausgestattet, sodass die Autorin auch bei mir den Keeperstatus erringen konnte.

Doch wie das so oft ist, es gibt einfach zu viele tolle Liebesromane, die es zu entdecken galt. Zudem bin ich dann auch eine Weile auf Abwege jenseits der Historischen geraten und habe mich verstärkt auf Liebesromane konzentriert.

Just ist mir die Autorin wieder zufällig begegnet und ich habe mich spontan dazu entschlossen meine Erfahrungen mit ihren Romanen aufzufrischen. In jüngster Vergangenheit für mich leider oft ein Hort an zu hohen Erwartungen und damit verbundenen Enttäuschungen.

Doch trotz kleiner bereits bekannter Schwächen, wie kleine Längen und ein wenig problematische Charaktere und einem doch sehr „mainstreamigen“ Leseeindruck, konnte mich die Autorin erneut von ihrer Schreibkunst überzeugen.

Wer Elizabeth Boyle für sich entdecken möchte, der sollte auf jeden Fall leicht und amüsant gehaltene Liebesromane mögen. Und er sollte sich auch auf ein wenig sperrige Charaktere einlassen können.

Dafür bekommt der Leser, meiner Meinung nach, eine sehr gut erzählte Liebesgeschichte, die darüber hinaus mit spritzigen Dialogen erfreut und für die Sperrigkeit seiner Figuren immer eine nachvollziehbare Erklärung bereithält.

die Autorin auf Happy End Buecher