Leseflaute vs Schlaflosigkeit

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*gnahhhh* Geneigte Leserinnen und Leser,

hängt meine Schlaflosigkeit proportional mit meiner Leseflaute zusammen? Bedeutet es gar, dass wenn ich keinen Bock zum Lesen habe, ich gleichzeitig nicht schlafen kann? Fördert das kontinuierliche Lesen vor dem Schlafen, was sich manchmal durchaus bis in die frühen Morgenstunden dehnen kann, den geruhsamen Schlaf?

Keine Sorge, ich werde jetzt keine wissenschaftliche Erhebung zur Klärung dieser Fragen verfassen. Dazu fehlt mir nicht nur die Lust, dazu fehlt mir vor allem der Schlaf! *grummel* Was erschwerend hinzukommt: Normalerweise fülle ich schlaflose Stunden mit dem Lesen. Doch wenn ich mitten in einer Leseflaute stecke, greife ich selbstverständlich auch nicht zu einem Buch, wenn ich nicht schlafen kann. Ergo nicht nur schlaf- sonder auch leselos.

So wälze ich mich von einer Ecke des Bettes zur nächsten, obwohl ich weiß, dass ich doch die Schlaflosigkeit eigentlich auch mit Sinnvollem, wie zum Beispiel dem Bügeln der Wäsche, füllen könnte. Oder?

*hust* Dieses vehemente „NEIN!“ kam gerade aus der tiefsten Tiefe meines Selbst! Denn sooooooo weit reicht meine Liebe zum Bügeln dann doch nicht, dass ich in der Herrgottsfrühe aus dem Bett krieche um das zu tun. :3

Was also machen bei Schlaflosigkeit? Dichten! :-D Was also Machen bei Leseflaute? Rereaden :3 Fangen wir also mit dem Gedicht an, mit irgendwas muss ich mir schließlich die Zeit vertreiben, so mitten in der durchwachten Nacht …

Schlafesfrust

Oh Schlaf, oh Schlaf, du gehst von dannen.
Kann dich nicht länger bannen.
Wie gerne würde ich ruhen.
In Morpheus Armen seufzen, schnurren.
Doch alles was mir bleibt.
Wenn um fünf der Wecker kreischt.
Ist den Tag an den Ohren packen.
Streichhölzchen in die Augen zwacken.
Damit die Lider oben bleiben.
Sandmanns Sand sollt ihn ihnen reiben.
Anstatt mir das jedoch zu gönnen,
Muss ich verschlafen durch die Gegend rennen.
Trink einen Kaffe, zwei, drei vier!
Er hilft nicht viel, das sag’ ich Dir.
Oh Schlaf, oh Schlaf du übler Kerl!
Heut’ Nacht musst du kommen, aber schnell.
Sonst werde ich dich noch heime suchen!
Auf schlaflose Nächte mich berufen.
Beschweren auch bei Mutter Erde!
Hoff` sie schickt mir ‘ne Schafesherde.
Um zu zählen alle wie sie kommen.
Vielleicht erweicht das auch dein Kommen?
Und wenn du endlich bei mir bist.
vergessen wir den Nicht-Schlaf-Lass-Zwist.
Dann backe ich Dir zum Dank ‘nen Kuchen.
Und werd’ nicht länger dich verfluchen …
Und die Moral von der Geschicht:
Mal kann ich schlafen — und mal nicht!

*möp*

© Ka, Oktober 2017

Zum Rereading. Nachdem ich meine Gehirnwindungen ordentlich durchforstet habe, bin ich vor ein paar Tagen auf folgende zwei Bücher – rein mental versteht sich – gestoßen, die mich in meiner gegenwärtigen Leseunlust entwprechend wieder zum Lesen animieren könnten. Warum ich in diese Unlust gefallen bin, weiß ich selbst nicht so genau. Doch ich glaube, es liegt an meiner vermaledeiten Neugierde, was das Lesen von mir bis dato unbekannten Autoren betrifft!

Hallo?!?! Immer und immer wieder greife ich zu Büchern, weil ich gerne den Schreiber dahinter kennen lernen möchte. Und ja, immer wieder falle ich natürlich auch mal gehörig auf die Nase, was das betrifft. So ist es mir in den letzten Wochen des Öfteren gegangen. Ich so zu mir: „Grundgütiger! Wie kann man so ein Zeug von sich geben.“ Erschwerend kommt hinzu, dass ich scheinbar die Einzige auf weiter Flur bin, die das genauso sieht. Ja, jetzt bin ich wieder beim alten Thema: „Jeder nach seinem Gusto!“ Doch es bleibt ein: Aber. Nämlich ein erstauntes: Aber so!? Wie kann jemanden das gefallen? Nun gut: Mir muss nicht gefallen, was anderen gefällt. Genausowenig wie anderen gefallen muss was mir gefällt. Nichtsdestotrotz bleibt der Gedanke bestehen, dass diese „Mir-Nicht-Gefallende-Bücher“ einen Teil meiner Leseunlust zu tragen haben.

Zurück zum Rereading. Folgende beiden Bücher habe ich dazu ins Auge gefasst:
„Pygmalion – unperfekt verliebt“ von Clannon Miller
„Rendezvous mit einem Verführer“ von Lisa Valdes
Zwei Bücher, wie sie nicht unterschiedlicher sein können. „Pygmalion“ ist zum schießen komisch geschrieben, obwohl es sehr wohl ernste Untertöne hat und „Rendezvous mit einem Verführe“ bringt mich jedesmal wenn ich es lese dazu, zu weinen. Immer an der gleichen Stelle, versteht sich. :3 Das ist so gefüüüüüüühlvoll … *schnieft gerührt*

Pygmalion - perfekt unverliebt Rendezvous mit einem Verführer (Historical)

So habe ich mir als Erstes „Pygmalion – unperfekt verliebt“ geschanppt und angefangen zu lesen. Ich habe nämlich null Bock darauf, in die selbe Phase zu fallen, wie schon einmal. Meine damalige Lesflaute betrug 2 Jahre! Himmel. Arsch und Zwirn!  Damals haben mir Karen Marie Monings Highlander wieder auf die Sprünge geholfen. Wundert’s wen? *höhöhö*

Eines wünsche ich Euch auf keinen Fall, eine Leseflaute! *möp, die zweite*

Ka