Michelle Willingham- Eiskalt verführt vom Verräter

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Originaltitel:                    Warrior Of Fire
Verlag:                              CORA/Historical Band 337
Erscheinungsdatum:      11/17
Genre:                               Historical Romance

Warrior of Ireland Reihe:

  1. Teil: Die Prinzessin und der Bastardkrieger
  2. Teil: Eiskalt verführt vom Verräter

Nicoles Bewertung: 4 von 5 Punkten

Klappentext: (Quelle: CORA Verlag)

Niemals wird sie sich dem Wunsch ihres Vaters unterwerfen und den König von Irland ehelichen! Bei Nacht und Nebel flieht Lady Carice Faoilin vor ihrer Familie und der Vermählung mit einem groben Gatten. Nach diesem Skandal wird kein Mann sie mehr begehren, davon ist Carice überzeugt. Bis sie in einer einsamen Abtei Raine de Garenne trifft! Das Lächeln des Soldaten schenkt ihr den Glauben an die Liebe wieder – so sehr, dass sie sogar daran denkt, sich ihm in einer Nacht der Leidenschaft hinzugeben. Doch dann muss sich Lady Carice der schlimmsten Erkenntnis stellen: Raine spielt nur mit ihrem Begehren – er will sie eiskalt an den König ausliefern …

Nicoles Rezension:

Lady Carice Faoilin wurde dem mächtigen und um viele Jahrzehnte älteren irischen Hochkönig zur Frau versprochen. Doch Carice ist seit Jahren bereits sehr krank und fürchtet ihr baldiges Ende nahen. Obwohl sie ihren Vater liebt, zürnt sie ihm wegen seiner Machtbesessenheit und seiner Verbohrtheit. Er will einfach nicht akzeptieren, dass ihre Tage auf Erden gezählt sind. Und so beschließt sie, noch einmal all ihre Kräfte zu bündeln und fortzulaufen, damit sie der baldigen Hochzeit entgehen kann. Ihr Plan, in einem verlassenen Kloster Schutz zu suchen vor den Unbilden der Natur, führt sie schließlich zum Normannenkrieger Raine de Garenne, der sich zur gleichen Zeit dort aufhält, um die Opfer eines Brandes zu begraben.

Als Raine begreift, wie schwer krank und geschwächt, Carice ist, ist ihm sogleich klar, dass er sie hier nicht allein ihrem Schicksal überlassen kann. Er findet die junge Frau dazu äußerst interessant. Nachdem er jedoch erfahren hat, wer sie ist, ist er fassungslos. Einerseits müsste er sich freuen, denn sie könnte eine entscheidende Schlüsselfigur, bei seinem nächsten todbringenden Auftrag sein, andererseits zögert er, denn Carice weckt in ihm nicht nur Beschützerinstinkte, sondern auch eine ungeahnte Leidenschaft. Und Carice, die glaubt, dass ihr nur noch wenig Zeit auf Erden verbleibt, möchte endlich einmal die Liebe erfahren, mit Raine…

Im Vorgängerband „Die Prinzessin und der Bastardkrieger“, durfte man Lady Carice bereits kennenlernen, denn die Schwester im Geiste, des Helden Killian, spielte dort eine kleine aber entscheidende Rolle als Kupplerin zwischen Killian und seiner Liebsten. Ich mochte Carice bereits im ersten Teil sehr, was sich in ihrer eigenen Geschichte auch nicht geändert hat. Und mit dem Normannenkrieger Raine, hat die Autorin ihrer Romanheldin dann auch einen interessanten Romanhelden zur Seite gestellt. Raine ist in der Hand seines Königs, da dieser seine Schwestern als Geiseln hält und so ist Raine gefangen zwischen seinem Wunsch Carice zu beschützen und seinen Schwestern zu helfen. Eine also äußerst interessante Ausgangssituation. Auch die Geschichte selbst, lässt sich dank Michelle Willinghams flüssigen  und eingängigen Schreibstil gut lesen. Warum also mein Punktabzug?

Es ist schwer zu erklären, doch ich fand, dass das Heldenpaar sehr wenig aussagekräftige Dialoge miteinander führt und somit auch sehr wenig voneinander erfährt. Dazu wiederholt die Autorin einfach zu oft, wie schwach sich Carice fühlt; was man ja bereits seit dem Lesen des Vorgängerbandes weiß. Und die erotische Anziehungskraft, die praktisch von Beginn an gegeben ist, zwischen Carice und Raine, konnte ich Michelle Willingham in der gegebenen Situation einfach nicht abnehmen, da die Romanheldin einfach zu krank ist, um überhaupt körperlich in der Lage zu sein, an etwas anderes, als ihre Krankheit zu denken.

Aber gut, ein Roman hat mit der Realität ja eher selten etwas zu tun ;-). Ich fand es halt nur schade, da man meiner Meinung nach so viel mehr hätte machen können, aus der spannenden Ausgangssituation. „Eiskalt verführt vom Verräter“, ist durchaus eine solide Historical Romance, allerdings konnte mich sie nicht so sehr begeistern, wie die grandiose MacEgan Reihe beispielsweise. Apropos MacEgan! Fans der Reihe dürfen sich übrigens auf kleine Auftritte der MacEgan Familienmitglieder in diesem Roman freuen.

Kurz gefasst: Solide, prickelnde Historical Romance, allerdings diesmal kein Pageturner.