Nina Hunter- Vom Feind verführt

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Nina Hunter-                Vom Feind verführt
Verlag:                           Bastei Lübbe/TB/271S
ISBN:                              978-3404175772
Erscheinungsdatum:   07/17
Genre:                            Erotischer Suspense

International Crime Defence:

  1. Teil: In Ketten
  2. Teil: Vom Feind verführt

 

Nicoles Bewertung:  3.5 von 5 Punkten

Vom Feind verführt: Erotischer Roman

Klappentext:  (Quelle: Bastei Lübbe Verlag)

Eine Spionin auf seine Seite ziehen – das ist Matts neuer Auftrag als Agent der International Crime Defence. Doch ganz so einfach ist das nicht. Denn Elaine DeLacroix ist ebenso klug wie sexy, und Matt fällt es schwer, ihr zu widerstehen und einen kühlen Kopf zu bewahren. Schließlich stellt sie ihm eine Bedingung: Sie kooperiert, wenn Matt ihr bei einem letzten Coup auf der anderen Seite des Rechts hilft …

Nicoles Rezension:

Elaine DeLacroix ist eine schwer zu fassende Frau. Das muss Agent Matt, der bei der International Crime Defense arbeitet, schnell herausfinden. Eigentlich soll er die Diebin für seine Organisation dingfest machen, doch dann entscheiden die Oberen plötzlich anders. Elaine soll rekrutiert werden, um einen ganz besonders dicken Fisch zu fangen. Es knistert bereits von Beginn an zwischen den beiden und es bleibt auch nicht dabei. Elaine ist halt eine verführerische Frau, die Matt nach allen Regeln der Kunst verführen kann. Elaine und Matt arbeiten nun zusammen und müssen wichtige Codes beschaffen, die Elaines Erzfeind Browning zu Fall bringen können. Als Matt jedoch von einer Mitarbeiterin seiner Firma erfährt, dass Elaine einst selbst mit Browning zusammen war und im Verdacht steht, nicht nur gestohlen, sondern auch gemordet zu haben, ist er wie vor den Kopf gestoßen. Im „Original Sin“, in Las Vegas, wo alle noch so verruchten Wünsche der Klientel erfüllt werden, laufen nicht nur alle Fäden zusammen. Dort erfährt Matt zudem grenzenlose Lust und Erfüllung…

Tja, wieder einmal bin ich sozusagen hereingefallen, auf einen spannend klingenden Klappentext, der mir suggerierte, ich würde es hier mit einem, höchstens, softerotischen Romantic Suspense zu tun bekommen. Vorweg, dies ist natürlich nicht der Autorin anzulasten, doch ich fühlte mich beim Lesen dieses Romans leider völlig fehl am Platz, was daran lag, dass in diesem Roman die dunkleren Spielarten der Liebe bevorzugt werden. Liebesszenen sind in „Vom Feind verführt“, reichlich vorhanden und diese sind explizit ausformuliert und werden Fans besagter Spielarten sicherlich begeistern. Mein Fall war es leider nicht, was aber ebenfalls ein Punkt ist, den ich bei Bewertung außen vor gelassen habe, da alles ja absolute Geschmackssache ist. Der Krimiplot ist hauchdünn und dient lediglich als Staffage und als Aufhänger für reichlich erotische Spielereien; man sollte dies vielleicht vorher wissen, wenn man zu diesem Roman greift. Vor allem sollte man aber Spielarten wie Bondage, Menage a trois und Soft SM gegenüber sehr aufgeschlossen sein, ansonsten wird einen das Ganze wohl eher völlig kalt lassen. Punktabzüge habe ich allerdings vorgenommen, weil ich fand, dass man als Leser einfach nicht nachvollziehen konnte, wieso sich Elaine und Matt ineinander verlieben. Außer das sie sämtliche Körperflüssigkeiten miteinander austauschen oder miteinander schlafen, sprechen sie kaum über andere Dinge. Okay, man hat es hier mit einem erotischen Roman zu tun und sollte sicherlich keine tiefschürfende Sozialstudie oder anderes erwarten ;-), doch es wäre halt schön gewesen, wenn dem Heldenpaar zusätzlich ein paar persönliche Dialoge bzw. Kennenlerngespräche auf den Leib geschrieben worden wären, die ihre plötzliche Liebe zueinander verdeutlicht hätten. Nach dem Lesen des Romans sah ich übrigens, dass es noch einen Vorgängerband zu „Vom Feind verführt“, gibt, der „In Ketten“, heißt. Hätte ich das mal eher gewusst, denn dann hätte ich zumindest eine leichte Ahnung davon gehabt, was mich in „Vom Feind verführt“; erwartet. ;-)

Handwerklich ist dieser Roman durchaus gut gemacht, die Autorin hat einen eingängigen Schreibstil und ihre Liebesszenen wirken auch alles andere als klinisch, sonder sehr bildhaft. Es kommt einfach darauf an, was man für Erwartungen an einen erotischen Roman hat.

Kurz gefasst: Im „Original Sin“, werden sämtliche, noch so dunklen Spielarten der Lust bedient. Nur für Fans von Soft SM, Bondage o.ä.!